McLaren P1 GTR: Voll Hybrid und starke 1.000 PS

Das Ergebnis von Tausenden Kilometer Testfahrten auf der ganzen Welt hat Premiere. Das serienreife Renn-Modell des McLaren P1, der McLaren P1 GTR. Ab dem Sommer soll der Bolide nun in Serie gehen.

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Der McLaren P1 GTR geht ab Juni 2015 in Produktion. Der Kaufpreis des Boliden beträgt 2,5 Millionen Euro Foto: McLaren
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Auf dem 85. Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015) wird das serienreife Modell des McLaren P1 GTR stehen Foto: McLaren
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Im Kern der Kohlefaserkarosse arbeitet ein Hybrid-Antriebsstrang Foto: McLaren
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Der 3,8-Liter-V8-Benziner entwickelt 800 PS, der Elektromotor steuert noch einmal 200 Pferde bei Foto: McLaren
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Am Heck dominiert ein feststehender Spoiler Foto: McLaren
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50 Kilogramm an Gewicht wurde gegenüber dem straßenzugelassenen McLaren P1 eingespart Foto: McLaren
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Limitierte Passagieranzahl: Der spartanische Kohlefaser-Innenraum hat nur Platz für eine Person Foto: McLaren
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Optisches Vorbild ist der McLaren F1 GTR (links) mit der Chassis-Nummer 06R Foto: McLaren
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Der F1 GTR 06R ging vor genau zwei Jahrzehnten im Jahr 1995 für das "Mach 1 Racing"-Team an den Start Foto: McLaren
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Im McLaren F1 GTR saß der Pilot noch in der Fahrzeugmitte Foto: McLaren

Die auffälligste Veränderung gegenüber dem vor rund sechs Monaten präsentierten Designkonzept ist die Außengestaltung. Das Design samt Lackierung ist eine Hommage an den gelb/grünen McLaren F1 GTR, Chassis-Nummer 06R, der in den Saisons 1995 und 1996 erfolgreich durch das Rennteam "Mach One Racing" geführt wurde.

Kühlung und Aerodynamik verbessert

Das umfangreiche Testprogramm erreichte gegenüber dem Designkonzept eine Verbesserung der aerodynamischen Performance sowie der Kühlung. Die Spurweite vorne ist 80 Millimeter breiter als bei der Straßenversion des P1. Außerdem liegt der vordere Fahrzeugteil durch den neu profilierten Frontspoiler 50 Millimeter tiefer. Am Heck dominiert ein fester Flügel, der mehr als 400 Millimeter über der hinteren Wagenpartie sitzt. Im Zusammenspiel mit den aerodynamischen Klappen von den Vorderrädern wird bei 240 km/h ein Abtrieb von bis zu 660 Kilogramm erzeugt.

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Limitierte Passagieranzahl: Der spartanische Kohlefaser-Innenraum hat nur Platz für eine Person Foto: McLaren

Gewichtssparende Maßnahmen

Wie der Straßenrenner baut auch die Rennversion auf einer Kohlefaserkarosserie auf. Ein 6,5 Kilogramm leichteres Auspuffsystem, spezielle Seitenfenster aus Polycarbonat und der noch konsequentere Einsatz von Kohlefaser sorgten für eine weitere 50-Kilogramm-Gewichtsreduzierung. Damit bringt der McLaren P1 GTR rund 1.420 Kilogramm auf die Waage.

800 plus 200 sind 1.000

Im Kern des Renn-P1 arbeitet ein Hybrid-Antriebsstrang. Er besteht aus einem 3,8-Liter-V8 mit 800 PS und einem Elektromotor mit 200 PS. Somit beträgt die Systemleistung stolze 1.000 PS. Das Leistungsgewicht liegt bei zirka 700 PS pro Tonne. Und bei der Straßenversion? Dort müssen 623 PS ausreichen, um eine Tonne Serien-P1 zu bewegen. Selbst die genügen aber, um den P1 mit Straßenzulassung in 16,5 Sekunden auf 300 km/h zu beschleunigen.

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Der F1 GTR 06R ging vor genau zwei Jahrzehnten im Jahr 1995 für das "Mach 1 Racing"-Team an den Start Foto: McLaren

Ab Juni 2015 in Produktion

Obwohl alle Fahrzeugkäufer eigentlich mit dem P1 vertraut sein dürften (man kann sich nur einen GTR kaufen, wenn man bereits einen von 375 regulären P1 besitzt), erhalten sie ausnahmslos ein Fahrertraining für den Super-Boliden, welches bereits vor der Premiere im März beginnen wird. Ab Juni 2015 läuft dann die Produktion des P1 GTR an. Genau dann, wenn der letzte straßenzugelassene P1 die Fertigung verlässt. Kostenpunkt? 2,5 Millionen Euro. Ohne den nötigen Anschaffungspreis des normalen P1 versteht sich.

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