BMW: Wie aus M3 und M4 ultimative Boliden werden

Wer seinem BMW 325 km/h entlocken will, sollte bei G-Power anklopfen. Den jüngsten Streich haben sich den Aresinger Tunern mit der neuen Dreiliter-Maschine aus M3/M4 erlaubt und damit vermutlich den PS-stärksten Kombi der Welt geschaffen.

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Nur 3,9 Sekunden vergehen beim Sprint auf Tempo 100, das Serienmodell braucht 4,3 Sekunden Foto: G-Power
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G-Power BMW M4 Coupé: Die schwarze Schönheit wird bis zu 325 km/h schnell Foto: G-Power
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Der Veredler montiert zudem ein in Höhe und Druckstufe einstellbares Gewindefahrwerk Foto: G-Power
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Obendrein werden dem rassigen Bayern neue 20-Zöller verpasst Foto: G-Power
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Hinterm Kühlergrill wummert der auf 520 PS gepushte Biturbo-Otto Foto: G-Power
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An der Aerodynamik ändert der Tuner nicht viel, hier ist die Serie schon sehr gut bestückt Foto: G-Power
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Vorn sind 245er-Reifen aufgezogen, hinten sind 285er montiert Foto: G-Power

Die Männer von G-Power packen 740 PS in ein M6 Gran Coupé oder lassen einen 5er Tourer 362 km/h schnell rennen. Der dürfte damit der schnellste Kombi der Welt sein. Und mit 820 PS auch der stärkste.

Kraftspritze für den M3/M4-Biturbo

Den jüngsten Streich haben sich die Aresinger mit der neuen Dreiliter-Maschine aus dem M3 und den M4-Varianten erlaubt. Der Biturbo-Motor holt in der Serienabstimmung 431 PS herbei und schickt 550 Newtonmeter auf die Hinterachse. Das reicht aus, um das M4 Coupé in 4,3 Sekunden auf Tempo 100 zu katapultieren. Die Spitze ist allerdings artig bei 250 km/h abgeregelt. Dass mehr drin wäre, können sich selbst Leute vorstellen, die sonst nur Vespa fahren.

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Vorn sind 245er-Reifen aufgezogen, hinten sind 285er montiert Foto: G-Power

700 Newtonmeter Drehmoment

Die G-Power-Techniker pressen mehr Wumms aus der Maschine, indem sie das Steuergerät überlisten. Dafür wird ein Zusatzmodul vorgeschaltet. In dem sitzt ein Mikroprozessor, der die von den Fahrzeugsensoren übermittelten Informationen modifiziert, bevor sie die Serien-Steuergerät erreichen. Und das fällt dann auch prompt auf die geänderten Werte herein. Es stellt dann wie gewünscht Parameter wie die eingespritzte Kraftstoffmenge, den Zündzeitpunkt und den Ladedruck zugunsten der Leistung ein. So entsteht ein Plus von 89 PS - der G-powerte M bringt also stolze 520 Pferde auf die Straße. Gleichzeitig erhöht sich das Drehmoment auf muskulöse 700 Newtonmeter bei 1.850 bis 5.500 Touren.

Abschalten, wenns zu warm wird

Der Tuner betont, dass auch mit dem 3.359 Euro teuren Modul alle Motorschutz- und Diagnosefunktionen erhalten bleiben. So werde die Leistungssteigerung erst ab Erreichen der vorgeschriebenen Kühlwassertemperatur aktiviert. Und wenn bei Dauer-Vollast im Hochsommer die Öltemperatur in einen kritischen Bereich kommt, wird das Modul vorübergehend deaktiviert.

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An der Aerodynamik ändert der Tuner nicht viel, hier ist die Serie schon sehr gut bestückt Foto: G-Power

3,9 Sekunden auf 100

Für die Vmax-Aufhebung sind zwar nicht gerade wenige 3.451 Euro fällig, aber der entfesselte BMW wird genauso schnell wie ein Lamborghini Huracán LP 610-4 oder ein Ferrari 458 Italia: nämlich 325 km/h. Die beiden Flundern stecken den gedopten M-BMW zwar beim Sprint in die Tasche (3,2 beziehungsweise 3,4 Sekunden auf Tempo 100), aber mit 3,9 Sekunden blockiert der Münchner keinesfalls die Autobahnauffahrt. Und noch ein feiner Wert: Von null auf 200 km/h vergehen im "M" lediglich 11,8 Sekunden.

20-Zöller und Gewindefahrwerk

Zu den weiteren Tuningarbeiten gehören ein in Höhe und Druckstufe einstellbares Gewindefahrwerk für 2.427 Euro und rassige 20-Zöller, die pro Satz 7.998 Euro kosten. Die Felgen sind mit Michelin-Reifen in den Größen 245/30 ZR20 (vorn) und 285/25 ZR20 (hinten) bezogen. Den Umbaumaßnahmen voraus geht, falls noch nicht geschehen, die Anschaffung einer BMW M3 Limousine, eines M4 Coupés oder eines M4 Cabrios voraus.

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