310 PS stark: Audi TT und TTS Roadster im Test

Pünktlich zur Frischluft-Saison 2015 lässt Audi seinen neuen TT Roadster von der Leine. Das Top-Modell ist der 310 PS starke TTS, mit dem unsere Kollegen schon auf Mallorca unterwegs waren. Natürlich mit offenem Dach!

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Audi bringt den TT Roadster neu an den Start. Das Topmodell ist der 310 PS starke TTS (im Bild) Foto: Audi
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In der jüngsten Auflage hat der TT Roadster (wie auch sein Coupé-Bruder) eine markantere Form bekommen Foto: Audi
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Ein traditionelles S-Merkmal sind auch die silberfarbenen Außenspiegelkappen Foto: AutoNews
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Die auffälligen Bügel hinter den Sitze dienen als Schutz bei einem Überschlag Foto: AutoNews
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Der TTS kommt ab Werk mit schicken 18-Zöllern und einer vierflutigen Abgasanlage Foto: AutoNews
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Allerdings ist selbst der Preis schnittig: Für den TTS muss man mindestens 52.300 Euro hinlegen Foto: AutoNews
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Eine gut isolierte Stoffmütze (Audi sagt Akustikverdeck dazu) überspannt die Passagiere Foto: AutoNews
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Das Dach öffnet und schließt in etwa zehn Sekunden Foto: AutoNews
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Die neue Anzeige hinter dem Lenkrad kann je nach Belieben Informationen anzeigen. Den mittigen Drehzahlmesser gibts aber nur beim TTS Foto: AutoNews
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Im 12,3-Zoll-Display wird auf Knopfdruck die Navikarte angezeigt Foto: Audi
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Der TT kommt gegen Aufpreis mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen Foto: Audi
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Das Display ist etwa doppelt so lichtstark wie eine herkömmliche Anzeige und dadurch gut ablesbar Foto: Audi
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Das Setup-System drive select ist beim TTS Serie. Die Unterschiede zwischen der komfortablen und der dynamischen Einstellung sind bei Fahrwerk und Lenkung deutlich spürbar Foto: Audi
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Gegen Aufpreis ist ein Doppelkupplungsgetriebe, die sogenannte S tronic, an Bord. In der recht breiten Mittelkonsole findet sich auch der Startkopf (hier zwischen Lenkrad und Wahlhebel zu sehen) Foto: Audi
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Die Kopfraumheizung hat ihre Ausströmer in Nackenhöhe. Für den TTS ist sie gegen 460 Euro Aufpreis zu haben Foto: Audi
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Auffällig am TTS sind verchromte Doppelstreben am Grill, darüber hinaus bleibt das sportliche Top-Modell optisch recht dezent Foto: Audi
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Wabengitter schützen die vorderen Lufteinlässe Foto: Audi
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Wie gehabt, reguliert ein beweglicher Spoiler den Luftstrom am Heck. Er fährt ab etwa 120 km/h elektrisch aus Foto: Audi
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Die verchromten Doppel-Endrohre sind dem TTS vorbehalten Foto: Audi
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Die zivileren Versionen des TT haben entweder einen 184-PS-Diesel oder einen 230-PS-Otto unter der Haube Foto: Audi
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Außerdem grüßen nur zwei Rohre nach hinten. Das Auto im Bild ist mit dem 1.500 Euro teuren S-Line-Exterieur mit grauem Diffusoreinsatz und markanteren Schürzen vorn und hinten bestückt Foto: Audi
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Der günstigste TT Roadster ist der 2.0 TFSI mit Handschaltung und Frontantrieb für 37.900 Euro Foto: Audi
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Kurze Überhänge kennzeichnen das Profil des knapp 4,20 Meter langen TT Foto: Audi
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Ausgestellte Radhäuser sollen den Sportler optisch muskulöser erscheinen lassen Foto: Audi
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Der neue Roadster ist schon die dritte Generation. Nummer Eins kam 1999, Nummer Zwei folgte 2007 Foto: Audi
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Auf Knopfdruck fährt ein kleines Windschott hinter den Sicherheitsbügeln aus. Beim TTS ist es Serie, bei den anderen kostet es 450 Euro Aufpreis Foto: Audi
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Die fetten Lüftungsdüsen wirken wie Turbinenräder. Auf diesem Bild ist das Display hinter dem Lenkrad in der klassischen Ansicht mit zwei großen Uhren eingestellt Foto: Audi
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Die schwächeren TT-Modelle kommen ab Werk mit 17-Zöllern, optional sind 18-Zöller zu haben Foto: Audi
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Der TT Roadster kommt Ende März 2014 zu den Händlern Foto: Audi
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Seit 1999 wurden etwa 500.000 TT verkauft, zirka ein Viertel davon waren Roadster Foto: Audi

Ende März steht der Zweisitzer beim Händler, der Preis startet bei rund 38.000 Euro. Die Motorenauswahl klingt nach mächtig viel Spaß: Es gibt den 184-PS-Diesel, der auch VW Golf GTD und Skoda Octavia RS vorantreibt, und die aus Golf GTI beziehungsweise Golf R bekannten Zweiliter-Turbo-Maschinen. Die schaffen im Audi TT muskulöse 230 und 310 PS herbei. Letztere befeuert das derzeitige Top-Modell TTS - auf die TT-Fahrmaschine mit dem Kürzel RS müssen wir wohl noch ein Jahr warten.

In zehn Sekunden einen Platz an der Sonne

Der neue TT Roadster ist schon im Stand schnell, und das nicht nur wegen der im Vergleich zum Vorgänger viel schnittigeren Karosserie. Fix ist vor allem auch die Dachkonstruktion: Es dauert gerade mal zehn Sekunden, bis sich die Stoffmütze hinter den Sitzen elektrisch zusammenfaltet. So sitzen wir recht flott in der Sonne Mallorcas, wo Audi den neuen TT der Presse vorstellt. Die Insel bietet bereits im Januar Temperaturen um die zwölf Grad, das ist fürs Offenfahren schon ganz angenehm.

4,9 Sekunden auf Tempo 100

Auf ihren serienmäßigen Allradantrieb quattro wirken wie erwähnt 310 PS. Dass das "S" beim TTS für "Sport" steht, zeigt sich schon beim brachialen Antritt. Superkurze 4,9 Sekunden braucht der Top-TT auf Tempo 100. Besser als der schnöde Zahlenwert ist es aber, den herrlichen Druck beim Beschleunigen zu genießen. Das gelingt in den Bergen vor Palma besonders gut auf den kurzen Geraden zwischen zwei Kurven, wenn der TTS beim Antippen des Gaspedals nach vorn rennt, um dann mit beinahe stoischer Gelassenheit rasant durch die Biegung zu ziehen. Fast gokartartig lässt sich das Auto durch die Serpentinen bewegen, schön direkt lenken und liegt auch in schnellen Rechts-Links-Wechseln nahezu neutral auf der Straße. Die Bremsen sind fein dosierbar und packen, wenns sein muss, richtig knallhart zu. Dazu röhrt es herrlich aus Richtung Auspuff. Ab etwa 3.000 Touren öffnen zudem zwei Abgasklappen und geben der Motormusik einen tiefen, bassigen Klang, der hin und wieder von einem unanständigen Lastwechsel-Sprotzen unterbrochen wird.

Adaptives Fahrwerk und Setup-System

Um die Fahrdynamik zu optimieren, ist viel Elektronik im Spiel: Der TTS kommt serienmäßig mit dem adaptivem Fahrwerk "magnetic ride" und dem Setup-System "drive select". Auf Tastendruck lassen sich verschiedene Modi zwischen komfortabel und sportlich einstellen, die Änderungen wirken sich unter anderem auf Gasannahme, Lenkung, Dämpfer und Getriebe aus. Doch auch der Allradantrieb quattro wird beeinflusst, indem er im Dynamik-Modus heckbetont ausgelegt wird und somit leichte Drifts zulässt. Es ist Audi gelungen, die Unterschiede zwischen den Einstellungen spürbar zu machen - im Komfort-Modus werden Querrillen wirklich besser weggebügelt.

Lenkung im Dynamik-Modus direkter

Auch bei der Lenkung gibt's Unterschiede: In der Dynamik-Stufe ist die Steuerung direkter eingestellt und von der Straße kommt eine bessere Rückmeldung. Da per Individual-Modus jeder selbst bestimmen kann, wie sich die Parameter beim Umschalten ändern sollen, lässt sich das Auto recht gut auf eigene Vorlieben abstimmen. Dazu gehört auch der Motorsound: Wer lieber leise Töne mag (oder nachts die Nachbarn nicht wecken will), kann das entsprechend festlegen.

Sportsitze ab Werk dabei

Der Innenraum ist mit hochwertigen Materialien bestückt, die Verarbeitung ist perfekt. Hinter dem Lenkrad sitzt das neue Anzeigesystem "virtual cockpit". Der 12,3 Zoll große Monitor ist gut ablesbar, die angezeigten Informationen können verschieden konfiguriert werden. Im TTS lassen wir natürlich fett den Drehzahlmesser in der Mitte leuchten, wir haben auch die Möglichkeit, die Navikarte groß zu sehen, Tourenzähler und Tacho sind dann kleiner dargestellt.

Kopfraumheizung und Windschott

Als es uns unterwegs zu kühl wird, lassen wir uns einfach von der (vom Mercedes SLK inspirierten) Kopfraumheizung liebevoll warme Luft in den Nacken pusten und mit einem Tastendruck das Windschott hinter den Sitzen hochfahren. Das reduziert die Verwirbelungen auf ein Minimum. Der TTS hat einen stolzen Preis, er kostet mindestens 53.000 Euro. Wie erwähnt, sind da bereits das adaptive Fahrwerk und die Sportsitze ebenso dabei wie das neue virtuelle Cockpit.

Wertung

 

Der neue Audi TT Roadster ist ein fein möblierter Sportwagen, der mit einem puristischen Roadster nichts zu tun hat. Vor allem das Topmodell TTS überzeugt als rasanter Bolide, der sich richtig dynamisch fahren lässt und darüber hinaus noch Frischluftspaß bietet. Dass einen dabei sehr viel Elektronik beim Fahren und Wohlbefinden unterstützt, ist nicht schlecht. Schade nur, dass das Auto dadurch sehr teuer wird.

+starker Vortrieb, Parameter individuell einstellbar, super Straßenlage
-hoher Anschaffungspreis, teure Extras

  • Antrieb

     90%
  • Fahrwerk

     95%
  • Karosserie

     95%
  • Kosten

     85%
 

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