Speed Date mit Hermann Maier

Kurviges Gespräch. Ein Interview während einer flotten Fahrt im Audi RS6 Avant von Eben im Pongau bis zum Fuß der Bischofsmütze in Salzburg. Hermann Maier über das Autofahren, die Natur und seine Ziele als Hotelier.

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Ski-Legende Hermann Maier im Exklusiv-Interview. Foto: Peter Christian Mayr
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Motorchef Werner Christl mit einem sehr sympathischen Interviewpartner. Foto: Peter Christian Mayr
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Ein immer noch durchtrainierter, fitter Hermann Maier als Chauffeur im 605 PS-starken RS6. Foto: Peter Christian Mayr
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Foto: Peter Christian Mayr
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Foto: Peter Christian Mayr

weekend: Wir fahren Richtung Filzmoos im 605 PS-starken Audi RS6. Es macht Ihnen sichtlich Spaß zu fahren. Ich bremse als Beifahrer derzeit immer ­etwas mit. Sind Sie ein guter Beifahrer?
Hermann Maier: Ich übernehme als Beifahrer die tech­nische Leitung und die Navi­gation. Ehrlich gesagt, bin ich wohl nicht der beste Beifahrer.


weekend: Können Sie sich noch an Ihr erstes Auto ­erinnern – und was sollte ein Auto heute können?
Hermann Maier: Mein erstes Auto war das von unserer Skischule – ein einfacher VW-Bus, eine Caravelle mit 50 PS. Im Grunde ist es so, dass ein Auto für mich ein Nutzfahrzeug ist. Es muss funktionieren. Ich habe einfach keine Zeit, mich um ein Auto zu kümmern. Wichtig ist also vor allem die Zuverlässigkeit. Auch so Dinge wie Sitz-Memory sind praktisch. Da muss ich, nachdem ­jemand anders gefahren ist, den Sitz nicht immer wieder neu einstellen. Manche Fahrassistenten nerven dann aber schon hin und wieder. So kann ich mit einem Spur­halte-Assistenten, der beim leichten Überfahren der Mittellinie eine automatische Lenkkorrektur durchführt, weniger anfangen. Wichtig finde ich den Allradantrieb wie hier den quattro. Vor ­allem hat sich da technisch viel getan. So hat man jetzt immer optimalen Grip.


weekend: Die Marke Hermann Maier „zieht“ bei den Leuten noch immer. Sie sind Markenbotschafter für verschiedene Unternehmen.  Manchmal entsteht der Eindruck, als würde es Ihnen tatsächlich Spaß machen.
Hermann Maier: Ja, kann man so sagen. Während meiner aktiven Zeit als Leistungssportler waren derartige Dinge zeitlich immer schwer unterzubringen. Das ist jetzt doch etwas leichter. Grundsätzlich war es aber immer so, dass es wichtig ist, authentisch zu sein. Das, denke ich, habe ich bisher ganz gut hinbekommen. Und deshalb sind diese Dinge auch aus dem Leben gegriffen und ­gehen leicht von der Hand.


weekend: Sie haben vor Kurzem eine „Universum-Folge“ mit Anita Wachter im Montafon gedreht. Eine gewisse Liebe zur Natur ist da bei Ihnen zu erkennen. Wie wichtig ist die Natur für Sie?
Hermann Maier: Für mich ist die Natur sicher meine Basis. Die Grundlage, um sich im Leben wohlzufühlen.


weekend: Da vorne fährt eine Pferde-Kutsche!
Hermann Maier: Die zwei bis drei PS sollten wir überholen können ...


weekend: Würden Sie in einer Großstadt leben wollen?
Hermann Maier: Nein. Da würde ich wahrscheinlich zugrunde gehen.


weekend: Sie sind quasi Hotelier bzw. Investor in Sachen Hotel mit Rainer Schönfelder. Sind Sie ein guter ­Geschäftsmann? Können Sie gut mit Zahlen umgehen oder überlassen Sie dies ­einem Berater?
Hermann Meier: Ich versuche selber möglichst viel zu ­erledigen. Das ist für mich sogar sehr wichtig. Natürlich geht das nicht immer.


weekend: Wie viele „Cooee Alpin Hotels“ sollen es werden?
Hermann Maier: Schön wäre, wenn wir in jedem Bundesland ein Hotel haben könnten. Wobei ich im Gegensatz zu Rainer Schönfelder für langsameres Wachstum bin. Rainer ist da eher der, der möchte, dass wir schnell wachsen.


weekend: Unterschiedliche Auffassungen im Geschäftsleben können aber auch bei Freunden zu Differenzen führen?
Hermann Maier: Nein, im Gegenteil, so ergänzen wir uns auch ganz gut und treffen uns schließlich in der Mitte.


weekend: Letzte Frage: Angesichts der Dieseldiskussion – was halten Sie von E-Autos?
Hermann Maier: Was mich wundert, ist, dass das Thema Wasserstoff nicht weiter verfolgt wird. An Elektroautos gefällt mir vor allem das lautlose Dahingleiten. Allerdings ist es eigentlich widersinnig, wenn für Elektroautos Atomstrom verwendet wird. Photovoltaik zu nutzen, wäre da ein vernünftiger Weg. Außerdem fände ich die Idee gut, die alten Batterien aus dem E-Auto im Haushalt als Speicher weiter zu verwenden.

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