Spanischer „Oberstier“ – der neue SEAT Tarraco im Weekend-Test

Die Spanier haben mit dem Tarraco einen neuen Leitstier am Markt. Wir sagen Ihnen, warum man mit dem Diesel elektrisch unterwegs ist und wieso im Kofferraum etwas liegt, dass man zum Teil „treten“ muss.

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Immerhin über 4,7 Meter lang ist der Tarraco. Der Spanier ist auch als Siebensitzer erhältlich. Foto: Weekend Magazin/Christl
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Der 190-PS- Diesel zieht mit 400 Newtonmeter kräftig an. Foto: Weekend Magazin/Christl
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Foto: Weekend Magazin/Christl
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Foto: Weekend Magazin/Christl
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Foto: Weekend Magazin/Christl

Das hätten Sie nicht gedacht! Mit dem neuen Seat Tarraco fährt man zum Teil elektrisch vor. Nein, ich meine nicht die elektrische Heckklappe sonders das dahinter. Dort findet der Tarracofahrer zumindest bis Mitte des Jahres kostenlos einen Seat „Tret-Elektro-Roller“ von Segway mit einer Reichweite von 25 Kilometern.  Eigentlich eine gute Idee. Allerdings sprechen die Eckdaten dann doch für den Tarraco als Diesel. Der fährt nicht 25 km/h, sondern notfalls 210 km/h, man hat keinen Stehplatz sondern sogar bis zu sieben Sitze, und im Kofferraum verschwinden enorme 760 bis 1.920 Liter (Fünfsitzer). Ja, ein SUV-Flaggschiff. Das Testauto war mit dem 190 PS-Diesel ausgestattet, der mehr als ordentlich anschiebt. Den Hunderter knackt der über 4,7 Meter lange Spanier in acht Sekunden. Allerdings regiert das Gaspedal sogar im Sport-Modus etwas träge auf den beherzten Kickdown. Beim Verbrauch gibt Seat 5,6 Liter Diesel an. Im Test lagen wir bei 6,8. Der Tarraco ist übrigens auf Fahrkomfort ausgelegt. Platz gibt es wie schon angedeutet genug. Auch die Passagiere in der zweiten Reihe haben viel Kniefreiheit. Die Rundumsicht ist ganz gut, nur die D-Säule ist wirklich dick und stört etwas. Auch bei den Assistenten wird nicht gepatzt – alles an Bord: der Frontassist bremst auch, wenn ein Fahrradfahrer unvermittelt den Weg kreuzt und der Lane-Assist hält nicht nur die Spur, sondern bremst auch nach einer Vorwarnung, wenn der Fahrer längere Zeit nicht aufs Lenkrad greift.

Die Optik. Der Tarraco zeigt sich mit dem neuen Seat-Gesicht, das zukünftig alle Spanier zieren wird. Trotz seiner Größe wirkt er dynamisch. Auffällig: die Rücklichter scheinen sich über das ganze Fahrzeugheck zu ziehen. Im Innenraum erkennen wir das typische Konzernoutfit. Alles übersichtlich und der Materialmix geht schwer in Ordnung. Natürlich kein Premium, aber gut gelungen. Das 8-Zoll-Display wirkt im ausgeschaltetem Zustand viel größer als es ist, da es mit einem sehr breiten Rahmen versehen ist. Vor der Konkurrenz wie dem Skoda Kodiaq muss er sich sicher nicht verstecken.Zu haben ist der Spanier in zwei verschiedenen Benzin- und Dieselvarianten  (150 und 190 PS). Preislich startet er ab EUR 31.990,- als 1.5 TSI. Das Testauto mit 4Drive und 7-Gang-DSG startet bei EUR 47.390,-.

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