Sommerreifen: 28 von 33 Modellen haben den Härtetest bestanden

Im Vergleich zu früheren Tests zeigte sich beim diesjährigen Sommerreifen-Test des ÖAMTC, dass sich der durchschnittliche Reifenverschleiß eher erhöht hat. Gleichzeitig zeigen die Modelle besseren Grip bei nassen Straßenverhältnissen.

Kopie von Sommerreifen
Die gängigen Sommerreifen im Test Foto: ÖAMTC

Ein Produkt erhielt die Note "bedingt empfehlenswert", vier fielen mit "nicht empfehlenswert" durch. In der Dimension 195/65 R15 V wurden 17 Modelle getestet. Im Vergleich zu früheren Tests zeigte sich heuer, dass sich der durchschnittliche Reifenverschleiß eher erhöht hat. Gleichzeitig war aber auch eine Verbesserung bei den Nassgriffeigenschaften zu beobachten. Ein klassischer Zielkonflikt, wie ÖAMTC-Experte Eppel erklärte: "Reifeneigenschaften sind eine diffizile Angelegenheit. Die Hersteller können kaum eine Änderung an einer Stelle vornehmen, ohne eine andere zu beeinflussen."

Premiumprodukte herabgestuft

Im aktuellen Sommerreifentest wurden auch zwei Premiumprodukte Opfer dieses Konflikts. Sowohl der Bridgestone Turanza T001 als auch der Continental ContiPremiumContact 5 wurden trotz sehr guter Nassgriffeigenschaften wegen zu geringer Verschleißfestigkeit auf "empfehlenswert" abgewertet. Umgekehrt war es beim Michelin Energy Saver+, der länger hält als jeder andere Testkandidat in dieser Dimension, dafür aber auf nasser Fahrbahn hinterher hinkt und ebenfalls mit "empfehlenswert" abschnitt.

Top-Modelle

Im Spitzenfeld der Dimension 195/65 R15 V lagen einmal mehr die sieben Modelle mit den ausgewogensten Eigenschaften. Sie alle wurden mit "sehr empfehlenswert" beurteilt. Die restlichen Produkte erhielten die Note "empfehlenswert", lediglich ein Reifen, der Federal Formoza FD2, wurde mit "nicht empfehlenswert" bewertet. "Bei diesem Modell waren die Nassgriffeigenschaften so schwach, dass keine bessere Gesamtnote möglich war", erklärte der ÖAMTC-Experte.

Sommerreifen
Die gängigen Sommerreifen-Marken im Test Foto: ÖAMTC

Durchgefallen

Von den 16 Fabrikaten der kleineren Dimension 175/65 R14 T fielen drei mit "nicht empfehlenswert" durch. Der Debica Passio 2, der Kormoran Impulser b2 und der Kleber Dynaxer HP3 schnitten speziell bei den Nassgriffeigenschaften schwach ab. "Alle drei Modelle können mit guten bis sehr guten Verschleißwerten punkten. Dadurch andere Schwächen zu kaschieren, ist beim ÖAMTC-Reifentest aber nicht möglich", sagte Eppel. Auch der Avon ZT5 hatte mit dem Nassgriff zu kämpfen - schaffte aber noch die Note "bedingt empfehlenswert".

Empfehlenswert

Sechs der 16 Testkandidaten erreichten die Note "sehr empfehlenswert" und sind damit die ausgewogensten Produkte in der Dimension 175/65 R14 T. Bei den restlichen sechs Modellen sorgten einmal mehr die Nassgriffeigenschaften für die Abwertung auf das Urteil "empfehlenswert".

Mangelnde Sicherheit

Das schwache Abschneiden vieler Modelle bei den Nassgriffeigenschaften muss den Herstellern zu denken geben, erläuterte der ÖAMTC. Dabei handelt es sich um ein sicherheitsrelevantes Kriterium, das der Konsument beim Reifenkauf nicht sehen kann. "Das gefährliche daran ist, dass mangelnde Haftung auf nasser Fahrbahn oft so lange nicht bemerkt wird, bis es zu spät ist", erklärte der Experte.

Sommerreifen
Die gängigen Sommerreifen-Marken im Test Foto: ÖAMTC

Reifentest

Der Reifentest ist ein europaweites Projekt, in dem sich die größten europäischen Mobilitätsclubs und Konsumentenschutzorganisationen zusammengeschlossen haben. Neben dem ÖAMTC zählen dazu unter anderem der Verein für Konsumenteninformation (Österreich), der ADAC (Deutschland), die Stiftung Warentest (Deutschland) und der TCS (Schweiz). Die Projektleitung und Durchführung übernimmt der ADAC.

Die Testergebnisse im Detail für die Dimension 195/65 R15 91 V:

oeamtc.at

Die Testergebnisse im Detail für die Dimension 175/65 R14 82/86 T:

oeamtc.at

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Sommerreifentest:

oeamtc.at

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