Fein scaliert! Skoda Scala 1.6 TDI Style im Test

Mit Scala ist nicht das noble "Gesangshaus" in Mailand gemeint, sondern das ­lateinische Wort für Treppe oder Leiter. Fest steht: Der Vorgänger des Scala, der "Rapid", fuhr einige Stufen bzw. Leitersprossen unter dem Scala herum.

Skoda Scala
Die Plattform von VW Polo, aber extrem viel Platz und ganze 4,36 Meter Länge! Foto: Werner Christl
Skoda Scala
Offiziell kein Kombi - tatsächlich ist der Scala aber ein "Fast-Kombi" Foto: Werner Christl
Skoda Scala
Skoda fährt von einem Zulassungsrekord zum nächsten. Mit ein Grund: das immer besser werdende Design Foto: Werner Christl
Skoda Scala
Foto: Werner Christl
Skoda Scala
Foto: Werner Christl
Skoda Scala
Foto: Werner Christl

Der neue Scala ist eigentlich kein Golf, da er auf der Plattform des Polo vorfährt. Wie kann der Scala aber trotzdem den Golf mit zehn Zentimetern Länge überragen und gleichzeitig einen viel größeren Kofferraum besitzen? Dieser Umstand zeigt gut, dass der Scala schwer einzuordnen ist. Er ist "fast" ein Kombi, basiert auf einer Kleinwagenplattform, ist aber sicher in der Kompaktklasse zu Hause, wo Hyundai i30 oder eben Golf und Co. unterwegs sind.

Optik - top

Verglichen mit dem Vorgänger Rapid, der vielleicht nicht das stürmischste Design geboten hat, ist der Nachfolger auch kritisch betrachtet ein schönes Auto. Die Optik hat nichts mit fadem Kombi zu tun und geht durchaus als schnittig durch. Auffällig ist die abgedunkelte, weit heruntergezogene Heckscheibe. Im Frontbereich sehen wir BMW-ähnliche "Kühlergrillnieren" – alles wirkt sportlich.

Skoda Scala
Foto: Werner Christl

Viel Platz

Der Innenraum? Platzsorgen gibt es im Scala ganz sicher nicht. Das erkennt man auch beim Kofferraum, der um ein ganzes Stück mehr Volumen bietet, als es im VW Golf der Fall ist. 467 bis 1.410 Liter sind in der Kompaktklasse vorbildlich! Das Cockpit sieht trotz hohem Anteil an harten Kunststoffen hochwertig aus. Nur der "Tachobereich" wirkt ein bisserl von gestern – gegen Aufpreis gibt es aber das Virtual Cockpit, das eindeutig besser aussieht. Dazu kommt das bekannte Skoda-Infotainment-System mit Screens bis zu 9,2 Zoll.

So fährt er sich

Der Scala ist ein gutmütiger Bursche, der auch enge, schnelle Kurven ohne Murren wegsteckt. Vor allem im Sportmodus lässt sich der Tscheche relativ flott um die Ecke scheuchen. Beim Anfahren im Normal-Modus will das mit einem 115-PS-Turbodiesel versehene Auto im Zusammenspiel mit dem DSG-Getriebe aber doch mehr Drehzahl. Beim Verbrauch gibt Skoda 4,1 Liter an – im Test waren es brave fünf. Technisch gesehen sind alle wichtigen Assistenten zu haben. LED-Scheinwerfer sind immer an Bord – Voll-LED gegen Aufpreis. Auf der Motorenseite gibt es die Kleinwagen-Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 95 bzw. 115 PS. Dazu noch den 1.5 TSI mit 150 Pferden sowie eine Erdgasvariante mit 90 PS. Der Startpreis liegt bei EUR 18.890,–. Der Testdiesel kostet ab EUR 23.800,–. Mit umfangreicher Sonderausstattung in der Style-Variante waren es dann 34.712,–.

Skoda Scala 1.6 TDI Style

Leistung: 115 PS
Testverbrauch: 5 Liter
Motor: Turbodiesel 1.6 TDI
Kofferraum: 467 bis 1.410 Liter
0 – 100 km/h: 10,3 Sekunden

Mehr zum Thema: