Skoda Octavia gebraucht: Wie pannensicher ist er?

Der Skoda Octavia ist sehr populär und genießt als solides Mittelklasseauto einen guten Ruf. Wie es aussieht, wenn man sich ein gebrauchtes Modell zulegt? Seine Stärken und Schwachstellen im Überblick.

Skoda Octavia - Cover
Der Skoda Octavia teilt sich die Plattform mit dem VW Golf Foto: Skoda

Das Mittelklasseauto Octavia der zweiten Generation (2004 bis 2012) teilt sich die Basis mit dem Golf V, der von 2003 bis 2008 gebaut wurde. Eigentlich wäre das tschechische Modell, egal ob als Limousine oder Kombi, ein Gebrauchtwagen-Tipp, urteilt der "TÜV Report 2016". Wenn die meisten am Markt gehandelten Modelle nur nicht so viele Kilometer auf dem Tacho hätten.

Hohe Laufleistung - Fluch und Segen

Denn vor allem die oft hohe Laufleistung verhagelt dem Skoda Octavia die Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU): Bereits nach drei Jahren, wenn es zum ersten Mal auf die Prüfbahn geht, geben sehr oft die Bremsscheiben Anlass zu Beanstandung. Anfällig sind auch die Federn, die zum Brechen neigen, sowie die Antriebswellen.

Wie pannensicher ist er?

In Sachen Pannensicherheit spielt der Octavia mittlerweile ganz oben mit. Die aktuelle Statistik des ADAC berichtet von einer "überdurchschnittlich hohen Pannensicherheit". Lediglich bei Exemplaren der Baujahre 2010 und 2011 gab es wegen defekter Zündkabel und Problemen mit der Abgasrückführung ein durchwachsenes Gesamtbild. Auch streikende Einspritzdüsen sorgten für Pannendiensteinsätze (2007). Einen Rückruf gab es zuletzt Anfang 2012 für Fahrzeuge der Bauzeit 2009 bis 2011 wegen Rissen in Kraftstoffhochdruckleitungen.

Raumangebot und Beinfreiheit

Auf den Markt kam die zweite Generation des Mittelklassemodells der VW-Tochter im Jahr 2004 - zunächst als Limousine, zum Jahresbeginn 2005 dann auch als Version Combi. Obwohl auf der Plattform eines Kompaktfahrzeugs aufbauend, hat der Octavia vor allem beim Raumangebot Merkmale von Mittelklassemodellen. Der Stauraum liegt je nach Karosserieform zwischen 560 und 580 Litern, und auch die Beinfreiheit im Fond gilt als vorbildlich. 2006 gesellte sich die höher gelegte Allradversion Scout dazu, 2009 vollzog Skoda ein Facelift. Gebrauchtkäufer sollten darauf achten, ob ESP an Bord ist, denn dies kostete bis 2009 Aufpreis.

Motoren

Bei den Motoren achten Dieselinteressenten auf das Jahr 2008 ab dem erstmalig Common-Rail-Technik statt des alten Pumpe-Düse-Verfahren verbaut wurde. Die Selbstzünder leisten je nach Baujahr und Ausführung zwischen 77 kW/105 PS und 125 kW/170 PS. Bei den Benzinern reicht die Spanne von 77 kW/105 PS bis 147 kW/200 PS. Erhältlich sind Modelle mit Gasantrieb. LPG-Versionen sind aus dem Angebot verschwunden, mittlerweile setzt Skoda nur noch auf Erdgas (CNG).

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