Setzen! Einser! – Der neue BMW M135i xDrive im Weekend Test

Adé Hinterradantrieb und pfiati lieber Sechszylinder. Das bedeutet aber nicht Tschüss Fahrspaß. Der BMW M135i xDrive verabschiedet nämlich jede noch so enge Kurve mit einem schnellen Servus ohne dabei der Straße Lebewohl zu sagen.

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Foto: Weekend Magazin/Christl
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Eingefleischte Hinterradantriebsfetischisten verdrehen beim neuen M135i xDrive zum Teil die Augen. Der neue 1er kommt ja als Fronttriebler und zudem wurde beim getesteten Top- Modell auf den Sechszylinder verzichtet. Die 306 PS kommen aus einem Vierzylinder. Ja, in engen Kurven scheint nun das Heck nicht mehr den Fahrer zu überholen und vielleicht hat ein Sechszylinder mehr Bums von unten heraus – aber ehrlich gesagt, gibt es im Gegenzug einen BMW Einser, den man bei jeder Witterung im Grenzbereich bewegen kann. Und vor allem lassen sich Kurven in der Regel noch schneller durchfahren. Der Allrad verteilt die Kraft eben brav auf alle Viere. Das Quertreiben wurde also dem Kompakten ausgetrieben. Nur in ganz engen schnellen Kurven kommt das Heck leicht in Schwung.  Fahrspaß? Bleibt erhalten! Der „M1“ ist vielleicht nicht ganz so kurvengiftig – aber schnell und sicher.

 

Das Sport-Fahrwerk 

Über Assistenten müssen wir uns bei diesem Auto weniger unterhalten – sind eh alle notwendigen mit an Bord und manchmal werden einige ohnehin abgeschaltet, damit der Fahrspaß steigen kann. Also sprechen wir über das Fahrwerk. Im Normalmodus lässt es kleinere Straßenunebenheit leicht durch, ist aber trotzdem  als straff bis komfortabel zu bezeichnen. Demnach lassen sich auch Langstrecken ohne Probleme überleben. Im Sportmodus wird es dann härter – eh klar. Insgesamt hat es BMW geschafft, den Grenzbereich weit nach außen zu verschieben. Der M135i xDrive zeigt am Allerwertesten brav an, wenn es brenzlig wird. So kann der Fahrer schnell reagieren -  insofern eine sehr gelungene Performance. Überraschend auch der Sound. Im „wilden Modus“ brummt das Ding ziemlich heftig. Gut gefallen hat uns auch das 8-Gang-Steptronic Sport-Getriebe. Dieses knallt bei sportlicher Fahrweise die Gänge so rein, dass die Kraft immer optimal zur Verfügung steht. Schalten mit den Schaltwippen ist im Grunde eine Fleißaufgabe. Ein Sparefroh ist der Bayer nicht unbedingt, aber garantiert auch kein Trinker. Laut Werk sollen es im Schnitt sieben Liter sein, die sich der Kompakte gönnt. Im Test lagen wir immer zwischen acht und neun Liter. Dabei darf man halt auch nicht die Performance vergessen. Das Ding beschleunigt mit seinem Zweiliter-Vierzylinder in  4,8 Sekunden auf 100 km/h. Erst bei 250 Sachen ist Schluss und das Drehmoment liegt bei starken 450 Newtonmetern.

 

Die Optik

Der BMW M135i xDrive trägt von vorne betrachtet nicht zu dick auf. Im Gegenzug lässt sich das Heck nicht unbedingt als brav bezeichnen.  Da hätten wir zwei ziemlich fette Endrohre, einen noch fetteren Dachspoiler und den M-Schriftzug. Insgesamt aber kein Auto, mit dem man schief angesehen wird. Außer man tritt aufs Gaspedal, wodurch ja wie angesprochen, die Ohren der Passanten massiert werden. Im Innenraum blickt man im Grunde auf das typische BMW-Cockpit mit Head-Up-Display, das digitale Cockpit und guten Materialmix. Auch das Gestühl passt! Ein Lob noch an die Sprachsteuerung, die auch wirklich funktioniert – da haben wir in so manchem Testauto schon schlechtere Erfahrungen gemacht.

 

Fazit 

Adé Hinterradantrieb und pfiati lieber Sechszylinder – den Abgang beider betrauern wir, aber unterm Strich gibt es kein herumjammern, denn der neue BMW M135i xDrive bietet wieder Freude am Fahren und mächtig viel Fahrspaß. Am Markt 

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