Seat: Gas-Benziner vs. Spaß-Benziner

Speed oder Vernunft. Seat gibt derzeit in mehrerlei Hinsicht Gas. Unter anderem übernehmen die Spanier das Ruder in Sachen Gasantrieb im VW-Konzern.

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Beim Weekend-Test auf dem Wachauring zeigt sich, dass der Seat Leon Cupra R noch höhere Kurvengeschwindig­keiten zulässt, als der Leon ST Cupra Carbon Edition. Foto: Hersteller
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310 PS, Fels-Grau-Matt als Farbe und ein äußerst feines Fahrwerk – die ­limitierte Spaßmaschine kostet EUR 49.690,–. Foto: Hersteller
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Seat Ibiza 1.0 TGI: Fährt bivalent – also wahlweise mit Gas oder Benzin. Das Argument fehlender Tankstellen gilt also nicht! Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller
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Die Seat-TGI-Flotte. Foto: Hersteller
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Seat Leon ST Cupra 300 Carbon Edition: Benziner (2.0-Liter-TSI), Allrad, 0 – 100 km/h in 4,9 Sekunden. Foto: Hersteller
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Schon im Herbst wird es mit dem Arona das erste SUV mit „Gasantrieb“ geben (Arona TGI 1.0 mit 90 PS). Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller
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160 CNG-Tankstellen in Österreich. Foto: Hersteller
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Foto: Hersteller

Gas geben heißt im Fall Seat: derzeit dritter Platz im Marktanteil-Ranking in Österreich. Im September gibt der sportliche „Cupra“ als eigene Marke Gas, und zusätzlich wollen die Spanier CNG (komprimiertes natürliches Gas) als Alternative zu Diesel, Benzin und Elektroantrieb forcieren. Wir haben in der Wachau die schnellen Cupra-Benziner und die vernünftigeren CNG-Modelle von Seat getestet.

Gasantrieb

Die Gegen­argumente, um nicht CNG (Gas) zu fahren, gehen einem schnell aus. Weniger Feinstaub- emissionen, bessere CO2-Bilanz als Verbrenner, und unter gewissen Voraussetzungen ist diese sogar besser als bei E-Autos. Außerdem etwa ein Drittel geringere Spritkosten verglichen mit einem Benziner. Die in der Wachau getesteten „CNG-Seats“ (Ibiza und Leon TGI) sind dazu noch extrem ruhig sowie ­vibrationsarm. Ja, es gibt nur 160 „Gastankstellen“ in Österreich, aber nachdem die Test- autos zusätzlich mit Benzin betankt werden können, gehen einem echt die Ausreden aus (Reichweite Ibiza: 1.200 km). Der VW-Konzern will also zukünftig Gas geben. Dazu muss  aber viel Aufklärungsarbeit geleistet werden!

Spaßhobel

Im Herbst startet Seat mit dem Ateca Cupra eine neue „Sportmarke“. Als Vorgeschmack jagten wir  zwei limitierte Cupra-Geschosse um den Wachauring. Der Leon ST Cupra mit 300 PS in der Carbon Edition lässt sich im Grenzbereich ­sicher bewegen und schiebt (Allrad) nicht über die Vorderräder. Das DSG-Getriebe schaltet super schnell und hat keine Durchhänger. Dazu gibt es standhafte Brembo- Bremsen, die einiges mitmachen mussten und dennoch ankerartig griffen. Noch eine Spur höhere Kurvengeschwindigkeiten lässt der Cupra R zu. Vielleicht der kürzere Radstand, die Reifen oder das doch etwas unterschiedliche Fahrwerk? Unterm Strich hat „Cupra“  sicher das Zeug, ­zukünftig als eigene Marke zu bestehen.

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