Schau mir in die Augen: Kia EV Studie

Eines zeigt den Umbruch in der Automobilindustrie deutlich: Statt auf klassische Automessen zu setzen, nutzen Hersteller immer mehr Elektronikmessen wie die CES. Auch Kia besetzte die Tribüne der größten Consumer Electronic Messe in Las Vegas um seine neue E-Mobil-Studie vorzustellen: den EV.

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Ab 2019 wird nicht mehr nur gestartet, sondern per Gesichtserkennung "eingeloggt". Foto: Hersteller
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Ab 2019 wird nicht mehr nur gestartet, sondern per Gesichtserkennung "eingeloggt". Foto: Hersteller
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Ab 2019 wird nicht mehr nur gestartet, sondern per Gesichtserkennung "eingeloggt". Foto: Hersteller
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Ab 2019 wird nicht mehr nur gestartet, sondern per Gesichtserkennung "eingeloggt". Foto: Hersteller

Dem Terminus „Studie“ haftet immer der Nimbus von weiter Zukunft bzw. niedriger Realisierungschance an, doch die Autohersteller haben gelernt: Tatsächlich werden Studien heute schneller zur Realität als man denkt. Beim Kia EV ist das nicht anders. Er soll – in ähnlicher Form wie bei der CES präsentiert – bereits 2019 auf unseren Straßen zu sehen sein. Der Hyundai/Kia-Konzern hat schließlich schon jede Menge Know-how gesammelt. Kia alleine will bis 2025 16 Fahrzeuge anbieten, die elektrisch betrieben werden sollen, fünf davon ohne Plug-In – sprich als reine E-Autos. Bei der aktuellen Studie des EV sollen 383 Kilometer rein elektrische Reichweite möglich sein. Der E-Motor soll 150 Kilowatt stark sein – gewöhnen Sie sich an diese Angaben – und wird von einem 64 Kilowatt großen Lithium-Polymer Akku angetrieben.

 

Per Gesichts- und Stimmerkennung ins Auto „einloggen“.

Abgesehen von der Kilowatt- und Reichweiteschlacht, will der Kia zu einem der für Fußgänger sichersten Fahrzeuge überhaupt werden. Möglich macht das, das sogenannte „Active Pedestrian Warning System“ – und das ist weniger High-Tech als man denken könnte. Kia war einfach clever und setzt auf einen Lautsprecher, der Fußgänger und Fahrräder schlicht und ergreifend akustische warnt, wenn der EV auf sie zusteuert. Doch das soll nicht die einzige Zukunftstechnologie sein, die auf der CES präsentiert wurde. Auch andere Systeme und Features werden in Serie gehen – und zwar Schritt für Schritt in allen Kia-Modellen, wie etwa das „Motion Grafic“ genannte Beleuchtungssystem und die neue Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMI) – ja auch an solche Termini sollte man sich gewöhnen. Dieses MMI umschreibt die Kommunikation mit dem Fahrer. Ein Bedienfeld im Lenkrad steuert etwa das Infotainmentsystem und lässt sich per Gesten steuern – keine Ablenkung mehr. Cool ist das „Einloggen in das Fahrzeug “ – ebenfalls über das MMI: Es erkennt sowohl das Gesicht, als auch die Sprache des Fahrers. Frei nach dem Motto: „Schau mir in die Augen und wenn du mein Besitzer bist, starte ich an“. Diebe, die auf gestohlene Fluchtfahrzeuge setzen, werden es wohl in Zukunft sehr schwer haben.

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