Revolutionär mit Hybridherz: Honda CR-V Hybrid Prototyp

Rein optisch ist es keine ganz große Revolution, die uns Honda mit dem neuen CR-V Hybrid Prototyp präsentiert. Muss ja auch nicht, der CR-V hat es schließlich schon seit Modellstart verstanden urbanen Schick mit Abenteuerfeeling perfekt in Einklang zu bringen. Und dennoch ist er revolutionär. Der Antriebsstrang des Hybrid kommt ohne Getriebe aus und der Verbrennungsmotor arbeitet nach dem Atkinson-Zyklus.

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Honda nimmt Dieselmotoren aus dem Programm und setzt voll auf Hybrid. Foto: Hersteller
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Honda nimmt Dieselmotoren aus dem Programm und setzt voll auf Hybrid. Foto: Hersteller
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Honda nimmt Dieselmotoren aus dem Programm und setzt voll auf Hybrid. Foto: Hersteller

Ein wenig Physiknachhilfe gefällig? James Atkinson erfand in den Urzeiten des Verbrennungsmotors, 1887, einen Kreisprozess bei Viertaktmotoren um Patente von Nikolas Otto und Alphones Beau de Rochas zu umgehen. Der Atkinson-Motor hat einen unterschiedlichen Kolbenhub. Bei einer Kurbelwellenumdrehung geht der Kolben zweimal unterschiedlich auf und ab. Durch den längeren Kolbenhub entspannt sich das Gasgemisch, kühlt stärker ab, und kann so thermisch besser verwertet werden. Der Motor hat so einen höheren thermischen Wirkungsgrad als herkömmliche Verbrenner. Lange verschwand Atkinsons Erfindung aus der öffentlichen Wahrnehmung, doch nun kehrt diese Revolution wieder zurück – vor allem bei Hybridmotoren. Honda produziert sogar Gasmotoren für kleinere Blockheizkraftwerke mit dieser Technologie. Dieses Know-how nutzen die Japaner für den neuen CR-V Hybrid. Damit ist eine hocheffiziente Verbrennung gewährleistet.

 

Diesel werden aus dem Programm gestrichen.

Der 2,0 Liter Benziner der mit dem E-Motor zusammenarbeitet (es gibt seitens Honda noch keine Leistungsangaben) ist nicht über ein Getriebe mit seinem elektrischen Kompagnon verbunden. Das Hybridsystem der neuesten Generation übernimmt dabei vollautomatisch den jeweils besten und effizientesten Modus. Neben dem Hybrid wird es noch einen 1,5 Liter VTEC Turbo-Benziner mit 182 PS geben, die Dieselvarianten werden komplett aus dem Programm gestrichen. Rein optisch ist das SUV hübsch wie immer geblieben, ein wenig länger, ein wenig breiter, ein wenig höher – ein wenig wie das US-Modell – und dennoch wird der neue CR-V extra für den europäischen Markt designed. Innern wurde alles noch ein weniger edler, man orientiert sich nach oben, schielt auf den Audi Q5 und Konsorten, dazu gibt es das neueste Honda Connect System mit Echtzeitverkehrsdaten und Touchscreen in der Mittelkonsole. Drei Displays bilden das Kombiinstrument. Der neue CR-V soll in den beiden Varianten im Laufe des Jahres 2018 zu uns kommen.

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