Die Kubatur des Autos: Renault EZ-POD

Ein erfrischend anderes Mobilitätskonzept in unserer immer höher, breiter und länger werdenden SUV-Welt wurde von Renault präsentiert – der EZ-POD. Das Mikromobil soll autonom Personen und Waren auf kurzen Distanzen befördern. Und will man größere Gruppen transportieren, so schließen sich die Pods zu Konvois zusammen – trés novateur!

Renault EZ-POD
Foto: Renault
Renault EZ-POD
Foto: Renault

Zugegeben schön sehen sie nicht aus, erinnern ein wenig an Mikromobile aus den 1970er-Jahren, wie den AWS Shopper – die Renault EZ-PODs. Doch wer sich platzsparende drei Quadratmeter Grundfläche als Ausgangsposition verpasst, dem sind Grenzen in puncto Design gesetzt. Das ist übrigens der Renault Robo-Taxi-Studie EZ-GO entliehen. Doch Ästhetik ist in diesem Fall ohnehin sekundär, denn für Renault steht der Praxiswert im Vordergrund. Das Revier des EZ-POD ist schließlich nicht die Autobahn, sondern enge Gassen in Städten, oder geschlossene Areale wie Einkaufszentren, Firmengelände und Hotelanlagen. Der POD transportiert dabei Waren und so manche fußmarode Person.

Bequemes Ein- und Aussteigen

Zwei Personen finden in dem auf dem Renault Twizy basierenden Mikromobil Platz, sie sitzen sich dabei gegenüber, das spart Breite. Bequemes Ein- und Aussteigen ermöglicht die weit öffnende Seitentür. Dazu soll es eine Warentransport-Variante geben, welche die "erste Meile" in Logistikzentren bzw. die "letzte Meile" hin zum Endkunden absolviert. Renault setzte nicht auf eine Studie, die ohnehin nur dem Showeffekt geschuldet ist, sondern von Anfang an auf Serientauglichkeit.

GPS-Empfänger

Durch die relativ geringe Geschwindigkeit des EZ-POD braucht das Wägelchen relativ wenige Sensoren und kann auch in belebter Umgebung eingesetzt werden, etwa in Flughäfen. Eine Kamera und ein Lidar-Detektor scannen das Umfeld, Lang- und Kurzdistanz-Sensoren vorne und hinten checken eventuelle Hindernisse. Dazu wurde ein GPS-Empfänger montiert, der die Fahrzeugposition in Echtzeit ermittelt.

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