Range Rover Evoque Cabrio: Die Queen gibt sich ganz offen.

Wer glaubt alle Subgenres von Automobilen seien schon erfunden, der irrt. Mit dem Range Rover Evoque Cabrio beweisen die Briten Mut und etablieren möglicherweise eine neue, hochspannende, Nische.

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Wiedergeburt: Endlich wieder ein SUV als Cabrio. Foto: Hersteller

Für die Queen wurden Rolls Royces zu „Laundaulettes“ umgebaut, eine Art Halbcabrio welche der Königin freien Blick auf ihr Volk ermöglichte. Doch was, wenn sie ihre Ländereien abseits der Straßen abfahren möchte? Offene Geländewagen waren immer schon rar, etwa ein Chevy Blazer oder ein Ford Bronco. Doch so richtig durchsetzen wollte sich diese Nische nie. In den 70er hießen aber SUVs noch Geländewagen und hatten nur eines im Sinn: Abseits der Straßen vorwärts zu kommen. Heute sind SUVs der Renner schlechthin, und es gibt sie in allen möglichen Größen. Warum dann nicht auch „oben ohne“? Das dachten sich die Range Rover 4WD-Spezialisten und befreiten den Evoque von seinem Dach. Wer denkt, dass sei einfach nur ein Job für eine Flex, der liegt völlig daneben. Cabrios verlieren an Stabilität, und genau diese ist jenseits der Straße gefragt, also musste kräftig nachjustiert werden.

 

Neukonstruktion der Karrosserie.

An A- und B-Säulen wurde kräftig modifiziert, das Heck des Wagens völlig neu konzipiert. Nur so hält der Evoque das Versprechen, das ein Land Rover seit jeher gibt, nämlich höchste Stabilität, egal ob auf oder abseits befestigter Straßen. Das geht natürlich zu Lasten des Kofferraums, gerade einmal 251 Liter fasst dieser, weil das wuchtige Verdeck seinen Tribut zollt. Dem Weidmann, Angler ja selbst der Queen wird das wohl egal sein. Der Innenraum entspricht dem Range Rover Evoque Coupé, feines Leder und ein eigenes LED-Ambient Licht unterstreichen den Premium Charakter

 

Blitzschneller Überrollbügel.

21 Sekunden liegen zwischen Innenraum und Außenwelt. In diesem Zeitraum öffnet der Rangie den freien Blick auf die Natur. Deutlich weniger Zeit benötigt das Ausfahren des Schutzbügels bei einem drohenden Überschlag. In nur 90 Millisekunden ist dieser ab einer Querneigung von 45 Grad ausgefahren und schützt seine Insassen. Blitzschnell reagiert auch das neu überarbeitete Infotainmentsystem, das einem sogar den Wetterbericht vorliest, damit der Offroadliebhaber bereits im Vorhinein weiß, ob er es mit Matsch oder trockenem Gelände zu tun hat. Unter der Haube wurde nichts verändert, die Motoren- und Getriebepalette wurde aus dem Evoque Coupé übernommen. Bleibt nur noch die Frage nach dem Preis: Ab 59.201 Euro kann man im Open Air Offroader Platz nehmen, wer es exklusiv will, der kann sich von der Basis abheben und diesen Preis fast verdoppeln. Das sind dann schon wahrlich königliche Dimensionen.

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