Rallye Dakar: Die härteste Wüstenrallye der Welt!

Nur die Harten kommen durch! Für kaum eine Veranstaltung gilt das mehr als für die Rallye Dakar. Wer dabei sein will, sollte das Risiko lieben. Wer durchhalten muss, stahlharte Nerven beweisen. Die Geschichte des legendären Rennsport-Events.

Rallye Dakar 2017 - Cover
Rallye-Profi Sebastien Loeb geht für Peugeot an den Start Foto: Franck Fife/AFP/picturedesk.com
Rallye Dakar 2017 - Cover
Aus Sicherheitsgründen findet die Rallye Dakar seit 2009 in Südamerika statt Foto: Martin Alipaz/EFE/picturedesk.com
Rallye Dakar 2017 - Cover
Rekordsieger Stéphane Peterhansel und Jean Paul Cottret in ihrem Peugeot Foto: Franck Fife/AFP/picturedesk.com
Rallye Dakar 3 - Cover
Mini auf großer Fahrt: Orlando Terranova und Co-Pilot Andreas Schulz Foto: Martin Mejia/AFP/picturedesk.com
Rallye Dakar 2017 - Cover
Die Rallye Dakar ist die berühmteste Wüstenrallye der Welt Foto: Franck Fife/AFP/picturedesk.com
Rallye Dakar 2017 - Cover
Die Mini-Piloten Stephan Schott und Paulo Fiuza Foto: Franck Fife/AFP/picturedesk.com
Rallye Dakar 2017 - Cover
Der britische Motorradfahrer Brian Sunderland Foto: Martin Mejia/AFP/picturedesk.com

Noch bis 14. Jänner machen die tollkühnen Teilnehmer der Rallye Dakar wieder die Wüsten unsicher. 1978 vom französischen Rennfahrer Thierry Sabine ins Leben gerufen, startete der Wettbewerb bis 2007 jährlich in Paris und endete in der sengalischen Hauptstadt Dakar.

Alter Name, neue Route

Auch wenn das seit 2009 nicht mehr der Fall ist (aus Sicherheitsgründen wurde das Rennen nach Südamerika verlegt) - der Name steht sinnbildlich für ein Abenteuer, bei dem es um Leben und Tod geht. Und das buchstäblich: Seit ihrer Gründung haben bei der Rallye Dakar rund 60 Menschen ihr Leben verloren. Einer der Gründe, warum die Veranstaltung bis heute in der Kritik steht. Die Teilnehmer lassen sich davon offenbar nicht abschrecken. Jedes Jahr aufs Neue sind viele bereit, mehrere zehntausend Euro auf den Tisch zu legen, um einmal dieses Abenteuer zu erleben.

Rallye der Extreme

Die Route der diesjährigen Rallye verläuft von Asunción (Paraguay) nach Buenos Aires (Argentinien) in 12 Etappen. Die Herausforderung: Bis zu 800 Kilometer (!) legen die Motorrad- und Autofahrer pro Etappe hin - und das unter extremen Bedingungen. Festen Untergrund gibt es kaum. Die Fahrt über die Dünen und durchs freie - überwiegend kaum passierbare Gelände - verlangt den Profis größtes fahrerisches Können und höchste Konzentration über Stunden ab. Um die Konkurrenz in Schach zu halten, werden kaum Pausen eingelegt. Ein kleiner Fehler genügt, um einen folgenschweren Unfall zu verursachen. Dazu das Wetter, das zwischen extremer Hitze am Tag und Eiseskälte in der Nacht schwankt. Es ist kaum in Worte zu fassen, was die Teilnehmer in diesen rund zwei Wochen erleben.

Rallye-Legenden an Bord

Viele, die es einmal getan haben, wollen es immer wieder wissen. Der Franzose Stéphane Peterhansel etwa, der mit sechs Siegen in der Motorradwertung und sechs in der Automobilwertung der bisherige Rekordhalter ist.

Mythos "Dakar"

Mit Jutta Kleinschmidt hat 2001 zum ersten Mal in der Geschichte der Rallye Dakar eine Frau die Automobilwertung gewonnen. Neben den Profis haben jedoch auch "Außenseiter" zum Mythos beigetragen. 2006 etwa entschied der ehemalige Ski-Profi Luc Alphand die Automobilwertung für sich.

Titelkampf 2017 

Im diesjährigen Jahr kämpfen wieder Rallye-Größen wie Sebastien Loeb oder der bereits erwähnte Stéphane Peterhansel um den Sieg. Einer der Favoriten musste bereits aufgeben: der ehemalige Formel 1-Pilot Carlos Sainz.