Premiere für Formel E in Peking: Die Highlights!

Am 13. September 2014 wurde in Peking ein kleines Stück Motorsportgeschichte geschrieben. Ein neuer Rennzirkus feierte seine Premiere - die Formel E. Das erste Rennen wurde erst in den letzen Kurven entschieden!

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40 Millionen Fernsehzuschauer weltweit verfolgten das erste Rennen der Elektro-Boliden Foto: AutoNews/FIA

Am 13. September 2014 wurde in Peking ein kleines Stück Motorsportgeschichte geschrieben. In der chinesischen Großstadt feierte vor mehreren Zehntausend Fans und mehr als 40 Millionen Fernsehzuschauern weltweit ein neuer Rennzirkus seine Premiere, die Formel E. Das erste Rennen wurde erst in den letzten Kurven der 25 zu fahrenden Runden entschieden. Das Team von ABT Sportsline konnte dabei den ersten Sieg für sich verbuchen.

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Am 13. September 2014 debütierte die neue Rennserie Formel E in Peking Foto: AutoNews/FIA

Die Formel E-Fahrzeuge

Die Formel E ist das neue Strom-Pendant zur Königsklasse des Motorsports, der Formel 1. Während die Formel-1-Serie mit Auspuffaufsätzen dafür sorgen will, dass die eingesetzten 1,6-Liter-Sechszylinder wieder ordentlich Krach machen, geht es in der Formel E - zumindest auf der Rennstrecke selbst - weitaus leiser zu. Die E-Renner sind in der ersten Saison alle auf Basis des Spark-Renault SRT_01E aufgebaut. Lediglich Akkus und Motoren können von den einzelnen Teams individuell angepasst werden. Ab der kommenden Saison sollen dann auch andere Fahrzeuge für die Serie zugelassen werden. Die Elektromotoren leisten laut Reglement bis zu 272 PS. Energie liefern Akkumulatoren mit maximal 28 Kilowattstunden pro Auto. Sie machen die Strom-Boliden bis zu 225 km/h (elektronisch begrenzt) schnell.

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Für das ABT-Sportsline-Team der Formel E gehen Lucas di Grassi und Daniel Abt an den Start Foto: AutoNews/FIA

Das erste Rennwochenende

Anders als in der Formel 1 beschränkt sich das "Rennwochenende" der Formel E auf einen einzigen Tag. Das freie Training, das Qualifying und das gut einstündige Rennen finden direkt hintereinander statt. Den ersten Sieger-Pokal konnte sich Lucas di Grassi vom ABT-Sportsline-Team in einem turbulenten Schlussspurt sichern. In der Anfangsphase des Rennens verteidigte der Brasilianer zunächst seinen Startplatz Nummer Zwei. Nach dem Boxenstopp zur Rennmitte (der Fahrer steigt vom leeren Renner in einen vollgeladenen um) fiel er auf den dritten Rang zurück. Der Zieleinlauf auf der dritten Position schien festzustehen, als die beiden führenden Autos in einer der letzten Kurven spektakulär kollidierten und ausfielen. So konnte der Ex-Formel-1-Fahrer als Sieger die Ziellinie überqueren. Sein Teamkollege Daniel Abt wurde zunächst als Dritter gewertet, aber wenig später zurückgesetzt. Der Kemptener hatte im Rennen 0,2 Kilowattstunden Strom zu viel verbraucht, erhielt dafür eine Zeitstrafe und wurde schließlich als Zehnter gewertet.

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In den letzten Kurven des ersten Rennens kam es zu einem spektakulären Unfall der Führungsfahrzeuge Foto: AutoNews/FIA

Tourdaten der Formel E

Peking war das Erste von insgesamt zehn Rennen in einer Saison. Die Formel E wird künftig Stopps in Malaysia, Uruguay, Argentinien, den USA, Monaco, Großbritannien und auch Deutschland machen. Der nächste Lauf wird am 22. November 2014 in Putrajaya (Malaysia) ausgetragen.

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