Test: Peugeot 2008 - Peugeot-Pfeffer

Peugeot 2008 GT-Line 1,6 BlueHDi
Facelift. Kleine SUVs boomen – und damit ist der 2008 am richtigen Weg unterwegs.
Ein Auto mit viel Platz und vor allem einem sehr niedrigen Verbrauch.

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Vor allem im Frontbereich hat sich der 2008 verändert:
neu ist beispielsweise der aufgestellte Kühlergrill.
Foto: Werner Christl
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Grip Control: Je nach Straßenbelag kann über ein Drehrad das passende Fahrprogramm eingestellt werden. Foto: Werner Christl
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Die Hecklichter in der typischen „Löwenkrallenoptik“. In den Kofferraum passen 401 Liter. Foto: Werner Christl
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Der Handbremshebel erinnert ein klein bisschen an eine aufgestellte Cobra oder an den Starthebel eines Airbus in „small“. Foto: Werner Christl
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Extrem gut verarbeitetes Cockpit. Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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GT-Line:  Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Hinten eine Rückfahrkamera und Frontbereich das „Auge“ des Active City Brake Assistenten. Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl

Wussten Sie, dass Peugeot Mühlen herstellt? Nein, nicht was Sie denken. Pfeffermühlen, Gewürzmühlen und dergleichen! Die werden jedoch – eh klar – nicht in den Autofabriken gebaut. Peugeot gibt es schon seit 1810 – und da gab es eben noch kein einziges Auto auf der Welt. Also stellte Familie Peugeot, mangels Auto-Nachfrage andere Dinge her. So, wie kratze ich jetzt die Kurve zum 2008? Der ist ­sicher keine Mühle, denn Peugeot hat sich sichtlich ­bemüht, einen hochwertigen Crossover auf die Räder zu stellen. Die Frischzellenkur, welche die Franzosen dem 2008 geschenkt haben, zeigt sich besonders in der neuen GT-Line. 17-Zoll-Felgen, Unterfahrschutz sowie Einstiegsleisten aus Edelstahl – dazu im Innenraum Leder mit roten Ziernähten und ­diverse fein verarbeitete ­Applikationen – innen und außen. Generell wirkt das aktualisierte Crossover-SUV gut verarbeitet.

Was ist neu? Äußerlich fällt der senkrecht stehende Kühlergrill ins Auge. Zusammen mit den Kotflügelverbrei­terungen sowie dem Unterfahrschutz wirkt das 2016er-Modell bulliger. Auch das Gitternetz im Kühlergrill zeigt Wirkung. Peugeot hat mit kleinen Handgriffen dem 2008 eine sportlichere Note gegeben. Die Scheinwerfer sollen übrigens an einen Raubkatzenblick erinnern und die Rückleuchten an die Krallen der Mietze. Der Active- City-Brake-Assistent leitet automatisch im Stadtverkehr eine Notbremsung ein. Dazu gibt es noch den Park Assist, die Berganfahrhilfe und vor allem die Möglichkeit, das Smartphone im 7-Zoll-Touchscreen des 2008 anzuzeigen.

Im Alltag. Wie schon in anderen Modellen, gibt es auch im 2008 das extrem kleine, unten abgeflachte Sportlenkrad. Im Zusammenspiel mit dem durchaus knackigen, aber doch komfortablen Fahrwerk kommt sogar Fahrspaß auf. Im Testauto werkte der 120-PS-Diesel, der gut zum Auto passt. Das 1,6-Liter-BlueHDI-Aggregat ist zwar auch mit 75 und 100 PS zu haben, aber die flotte Testvariante ist weder zu brav noch zu giftig. Dazu ­kamen wir im Test auf fünf Liter Verbrauch! Laut Werk sind es 3,7! Für ein Auto mit SUV-Charakter ein mehr als guter Wert. Wer weniger fährt, ist sicher mit den Benzinern (82 bis 130) PS besser bedient. Im Cockpit, wie schon angesprochen, wirkt alles hochwertig. Vielleicht finden Sitzriesen als Heckpassagiere eine gewisse Nähe zum Dachhimmel. Dafür sind die Platzverhältnisse für ein Auto dieser Klasse allgemein sehr gut. Immerhin schluckt der Kofferraum zwischen 401 und 1.410 Liter!

Fazit. Das Facelift hat dem 2008 gut getan. Das Auto, ein Mittelding zwischen SUV, Kompaktem und Crossover bietet viel Platz, hat einen extrem sparsamen Diesel zu bieten, sieht gefällig aus und lässt sich auch in der City gut bewegen. Ins harte Gelände fährt man nicht, aber zumindest ist die Traktionshilfe Grip Control mit an Bord. Über ein Drehrad können Fahrmodi ausgewählt werden. „Schnee“ „Allwege“ „Sand“ und „ESP-OFF“ gewählt werden. Die Modi sind bis 50 bzw. 80 km/h aktiv. Nur im Sandmodus kann bis 120 km/h gebolzt werden, ohne dass der Standardmodus automatisch greift. Ob man jemals eine Sanddüne mit 120 km/h überqueren wird, ist allerdings fraglich. Zu haben ist der neue 2008 ab EUR 16.350,– (Benziner). Die getestete GT-Line kostet ab EUR 24.950,–.

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