Open Source und "Open Socks": Renault auf der CES 2017

Die Automobilindustrie befindet sich in einem Wandel wie selten zuvor. Alternative Antriebe stehen im Fokus und auch klassische IT-Unternehmen drängen in den Markt Renault ist an diesem Wandel federführend beteiligt und bringt nun sogar das „Open Source“ Prinzip der Softwarebranche in die Automobilindustrie.

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Der "Open Source" Twizzy samt blinkenden Stromkabel. Foto: Hersteller

„Open Source“ nennen Softwareingenieure Programme deren Quellcode frei verfügbar ist. Das ermöglicht anderen Tüftlern diese Software weiterzuentwickeln. Renault macht nun genau dies zum Thema bei der Elektromobilität. Gemeinsam mit OSVehicle präsentierten die Franzosen auf der CES in Las Vegas ihre „POM“ (Platform Open Mind) genannte automobile Open Source Variante. Auf Basis des Twizy entstand ein leichtes Chassis ohne Karosserieaufbau. Unternehmen, Entwickler, Start-ups und Privatpersonen haben so die Möglichkeit ihre Vision eines E-Mobils zu verwirklichen. Auf Basis dieser Weltpremiere können Nutzer sowohl Soft- als auch Hardware beliebig an ihre Bedürfnisse anpassen. Infotainment- und Fahrassistenzsysteme lassen sich völlig  individuell hinzufügen. Die Technologie des britischen IT-Unternehmens ARM macht das möglich, genauso wie der Umbau zu einem autonomen Fahrzeug oder die Vernetzung mit anderen Autos.

 

Coole So>Doch damit nicht genug: Renault hatte Hunger in Las Vegas den Technologie-Jackpot zu knacken. Mit der Präsentation von POM zeigte Renault auch neue Möglichkeiten des After Sales Services auf. Gemeinsam mit Pilot entwickelte man ein neuartiges Ladekabel, das durch pulsierendes Leuchten den Ladezustandes des Fahrzeugs visualisiert. Und auch im Rennsport geht Renault neue Wege. Eine eigene Rennbekleidung die gemeinsam mit dem US-Unternehmen Sensoria entwickelt wurde, misst mit Sensoren den gesundheitlichen Zustand des Fahrers. Sogar sensible Strümpfe wurden entwickelt, die mithelfen die Beinarbeit der Piloten zu verbessern. Die Daten werden auf eine App übertragen, welche alle relevanten Daten misst und so Verbesserungspotenzial aufzeigt. Vielleicht etabliert sich damit schon bald der „Open Socks“ Ansatz?

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