Werners Auto-Blog: Ich bremse für Zweige

Notbremssysteme sind eine Wohltat, ein Überlebens-Feature. Sogar beim Rückwärtsausparken überwacht der Assistent den Querverkehr und bremst notfalls automatisch ab. Geil! Allerdings verschaffen mir die Dinger in regelmäßigen Abständen Adrenalinschocks in Herzkasperl-Qualität.

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Bremspedal versus Notbremsassistent - nur einer kann gewinnen Foto: rukawajung/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Früh- morgens – ich parke rückwärts bei Dunkelheit aus. "Biep, Rums!", mein Kopf knallt gegen die Kopfstützen. Jetzt bin ich mindestens gegen einen "Vollpfosten" in Brückenpfeilergröße gekracht! Aber gestern war da noch nix – komisch?

Tatsächlich hat der Notbremsassistent brutal das Pedal quasi bis zum Asphalt durchgetreten. In Millisekunden steht das Auto. Der Grund: Ein Patzerl Schnee ist vom Dach direkt über die Sensoren gerutscht! So etwas funktioniert auch beim Vorwärtseinparken.

Auf meinem Parkplatz steht eine blöde Thuje mit einem abstehenden, Mutanten-Ästchen. Wenn ich da mit Schwung – ist eine blöde Angewohnheit – einparke, würde ich ohne Gurt durch die Windschutzscheibe aussteigen.

Also: Assistenten retten mein Leben, wenn mich nicht schon vorher beim Einparken ein Herzpatschn erwischt.

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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