Neue Schutzschicht: Nissan testet selbstreinigenden Autolack

Nie mehr Autowäsche! Wenn es nach Nissan geht, können Waschstraßen bald zumachen. Ein selbstreinigender Lack, den die japanische Marke als weltweit erster Hersteller testet, soll es richten.

Auf rechter Seite sorgt Nanolack für Sauberkeit 3
Foto: APA (dpa/tmn/Nissan)

Nissan hat nach eigenen Angaben als erster Pkw-Hersteller einen selbstreinigenden Autolack getestet. Die spezielle Beschichtung, entwickelt vom US-Technologiekonzern UltraTech International, wird nachträglich auf die oberste Lackschicht aufgetragen. Wegen ihrer besonderen Nanostruktur bildet sie eine Art mikroskopisch dünnes Luftpolster, das Verschmutzungen abweist, bevor sie am Auto haften, erläutert Nissan.

Schmutz perlt ab

Testweise auf einen Nissan Note aufgetragen, lasse der Kleinwagen Schmutz, Regentropfen und Staub problemlos abperlen. "Das funktioniert gut", sagte Nissan-Sprecher Alexander Sellei. Dennoch will der japanische Hersteller noch weitere Testreihen starten, bevor über einen Einsatztermin entschieden wird. Zudem müsse wie bei jeder neuen Technologie geprüft werden, ob sich eine Markteinführung rechnet, erklärte Sellei.

Die nächste Generation

Nanolacke an sich sind allerdings nichts Neues. Bereits 2003 bot Mercedes nach eigenen Angaben als weltweit erster Hersteller einen Lack mit winzig kleinen Keramikpartikeln an und versprach besonders hohe Kratzfestigkeit. Als eine Art Schutzschild lassen Nanolacke Wasser leichter abperlen und Schmutz schlechter haften. Zudem bleibt der Glanz länger erhalten. Der neue Lack, mit dem Nissan experimentiert, bedeute jedoch "einen Schritt weiter als Konkurrenzprodukte", fügte Sprecher Sellei hinzu.

Lack-Forschung

Auch an Autolacken wird ständig geforscht. Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik entwickelte zum Beispiel jüngst mit Hilfe eines neuartigen Bindemittels ein Verfahren, das ebenfalls eine höhere Kratzfestigkeit als herkömmliche Lacke verspricht, so das Unternehmen. So sollen wie bei den Nanolacken obere Klarlackschichten gegenüber den mechanischen Einflüssen in der Autowaschstraße noch einmal deutlich unempfindlicher werden. Einzelne Autohersteller zeigen laut Evonik bereits Interesse.

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