Tirol als gefährliches Pflaster für Motorradfahrer

Tirol bietet alles, was das Bikerherz begehrt: Enge Bergpassagen, kurvige Landstraßen und vom traumhaften Panorama braucht man erst gar nicht zu sprechen. Dabei kommt es aber immer wieder zu teils schweren Unfällen. Der ÖAMTC und der Verkehrsclub Österreich geben deshalb (überlebens-)wichtige Tipps.

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Die engen Bergstraßen in Tirol locken viele Biker aus dem In- und Ausland an. Foto: Anna Omelchenko/iStock/Thinkstock

Seit drei Wochen sind Ausflüge auf Motorrädern wieder ein fixer Bestandteil des Straßenverkehrs. Zahlreiche Biker aus dem In- und Ausland frequentieren die verschiedenen Ausflugs- und Reiserouten Tirols. Äußerst beliebt sind dabei etwa die Achensee-, Gerlos-, Brenner- oder Ötztalstraße sowie das Timmels- und Hahntennjoch.

Dabei kommt es – vor allem an den Wochenenden – zu teils schweren Verkehrsunfällen. Im vergangenen Jahr wurden in Tirol bei Motorradunfällen insgesamt 554 Personen zum Teil schwer verletzt, sechs Zweiradlenker kamen ums Leben. Auch heuer gab es in Tirol bereits einige Motorradunfälle.

„Ohne die zahlreichen tödlichen Motorradunfälle wäre die Unfallbilanz Tirols deutlich besser. Die im In- und Ausland beliebten Motorradstrecken sind eine Erklärung dafür, dass die Zahl der schweren Motorradunfälle in Tirol sehr hoch ist“, sagt VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Die wichtigsten Tipps im Überblick:

- Fahren Sie mit großer Aufmerksamkeit

- Halten Sie Tempolimits ein

- Führen Sie keine riskanten Überholmanöver durch

- Richtiges Kurvenfahren üben

- Helle, reflektierende Kleidung

Der Appell an größere Aufmerksamkeit geht aber auch an die anderen Verkehrsteilnehmer. Und der VCÖ spricht sich zudem für verstärkte Tempokontrollen aus. Da viele schwere Motorradunfälle auf Freilandstraßen passieren, seien besonders hier die Kontrollen zu erhöhen. Dann steht einem gemütlichen sowie sicheren Ausflug auf zwei Rädern nichts mehr im Weg ...  

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