Werners Auto-Blog: Warum ich mit dem Auto fahre

Morgen geht’s los! Mit dem Auto in den Urlaub über Italien nach Korsika. Freue mich schon auf den Stau, die Abzocke am Raststätten-WC. Meine Kinder sehe ich schon wieder auf den Rücksitzen handgreiflich streiten, um die Langeweile zu besiegen.

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Jeden Sommer wieder neu: Stehen im Stau Foto: XXLPhoto/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Den in Endlosschleifen kommenden Satz "Sind wir bald da" lässt mich jetzt schon die Nerven wegschmeißen. Ganz nebenbei werden die Reste des teuer erstandenen, aber dafür grauslichen Wurstsemmerls als zukünftiges Biotop auf den Sitzen verewigt. Warum ich bei Mautstellen immer die falsche Spur oder defekte Automaten erwische, bleibt ein Rätsel. Ist halt so wie an der Supermarktkasse – da stehe ich ohnehin immer falsch.

Der erste Tankstopp hat finanziell gesehen die Form eines Hitzeschlages. Wobei letzterer beim Streit um die Einstelltemperatur der Klimaanlage ohnehin kommt. Ich will es kalt, mein Frau warm, die Kinder kalt und warm, was wiederum diskutiert werden muss. Mit dem Ergebnis, dass am Urlaubsort alle verkühlt sind. Stimmt!

Warum fahre ich dann mit dem Auto in den Urlaub? Na ja, es ist günstig, ich kann viel einpacken, habe hohe Flexibilität und vor allem gibt es ja eine spannende Rückfahrt!

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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