Mini John Cooper Works Countryman im Weekend-Test

Das grüne Ding da oben ist ein Mini mit einem Maxi-Motor. 306 PS ­werden zum Glück auf vier Räder verteilt und ermöglichen eine ordentliche Portion Fahrspaß. Sogar beim Parken am Grünstreifen wirkt der Countryman schnell!

Mini John Cooper Works Countryman
Foto: Mini
Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Mini John Cooper Works Countryman
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Dezent sind bei diesem Countryman maximal die Türgriffe – der Rest wirkt optisch eher verhaltensauffällig. Rote "Rennstreifen" treffen auf John Cooper Works-Schriftzüge, Doppel­endrohre, eine zum Motordome ausgebeulte Motorhaube und rote Bremssättel. Zum Drüberstreuen ist die Stummelantenne am Heck mit einem rot blinkenden LED-Licht versehen. Diese Airbus-artige Leuchte hilft, den John Cooper Works Countryman in der Dunkelheit wiederzufinden. Tagsüber ist das ob seiner quietschgrünen Farbe ohnehin kein Problem. Hält aber die Kriegsbemalung auch fahrtechnisch, was sie vorgibt?

Go! Gokart!

Die Karosserie ist steif, das Fahrwerk im Sportmodus ziemlich straff, und die 306 PS als Draufgabe machen aus dem Countryman schon ein scharfes Gefährt. Keine Frage, der "Works" nimmt jede Kurve mit links. Trotz des erhöhten Schwerpunkts kommt das Mini-typische Gokartfeeling auf. Er fährt sich zwar anders als ein "normaler" Mini, aber eben doch extrem sportlich und ohne Aufschaukeln. Der Hunderter ist schon nach 5 Sekunden erreicht! Und dann hätten wir noch den Allradantrieb ALL4, der die Kraft je nach Anforderung brav verteilt. Geschaltet wird automatisch mit einem neuen 8-Gang-Steptronic-­Sportgetriebe einschließlich mechanischer Differenzialsperre. Das Fahrstabilitätssystem DSC greift derart perfekt im Grenzbereich ein, dass man dies als Fahrer kaum mitbekommt. Das erklärt auch den kaum zu überbietenden Fahrspaß. Etwas durstig ist das Mini-SUV. Laut Werk sind es 7 Liter. Im Test lagen wir bei 8,5. Starker Motor, Allrad, Karosserieform senken den Verbrauch nicht unbedingt.

Innenraum

Im Cockpit ist alles rund bis kreisförmig. Der typische Mini-Look mit den Kippschaltern im Bereich der Mittelkonsole und dem eben runden 6,5-Zoll-Farbdisplay ist im ganzen Auto zu finden. Etwas Kritik müssen wir in Sachen Navi anbringen. Irgendwie ist der Farbmix ziemlich unübersichtlich. Dafür gibt es im Innenraum echt viel Platz. Auf 4,2 Metern Länge ist kaum mehr unterzubringen. Und: Die Sicht nach hinten ist sehr gut. In der heutigen Zeit mit den vielen Coupéformen eine Wohltat. Der getestete Countryman in Vollausstattung kostet 65.000 Euro. Wer vernünftiger sein will und trotzdem Allrad braucht, bekommt den Cooper ALL4 mit 136 PS zum halben Preis!

Mini John Cooper Works Countryman

  • Startpreis: EUR 49.350,-
  • Leistung: 306 PS
  • Testverbrauch: 8,5 Liter (7,3 laut Werk)
  • Motor: Vierzylinder-TwinTurbo 2.0
  • Kofferraum: 450 bis 1.390 Liter
  • 0 – 100 km/h: 5,1 Sekunden

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