Mercedes-Maybach S 600 mit 900 PS von Brabus!

Da sitzt man in einem Mercedes-Maybach S 600 und muss sich bei 250 km/h von einem VW Golf bedrängen lassen? Ärgerlich! Brabus hat sich jetzt des großen Luxus-Kahns angenommen und dabei nicht nur die Vmax angehoben.

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Tuning für die obere Oberklasse: Brabus hat sich des Mercedes-Maybach S 600 angenommen Foto: Brabus
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Der Schwerpunkt des Wagens wurde um 25 Millimeter abgesenkt Foto: Brabus
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Für die Heckpartie gibt es eine neue Schürze Foto: Brabus
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Brabus geht auf nahezu jeden Wunsch ein, wenn es um die Gestaltung des Innenraums geht Foto: Brabus
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Die Gestaltungsgrenzen im Interieur werden lediglich von der eigenen Geldbörse und dem persönlichen Geschmack gesetzt Foto: Brabus
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Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Brabus zwar nur bei 350 km/h, trotzdem geht der Tacho bis 400 km/h Foto: Brabus
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Der V12-Biturbo wurde von 6,0 auf 6,3 Liter Hubraum aufgebohrt und mit vielen überarbeiteten Teilen versehen Foto: Brabus
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Die Zahl ist Programm: 900 PS und 1.500 Newtonmeter maximales Drehmoment generiert das Aggregat nach der Brabus-Behandlung Foto: Brabus
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Das dicke "B" auf dem dicken "S": In 3,7 Sekunden beschleunigt der Brabus-Maybach auf Tempo 100 Foto: Brabus
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Über die Kosten der Motorenüberarbeitung schweigt sich der Tuner aus. Ein Standard-Mercedes-Maybach-S-600 kostet mindestens 187.842 Euro Foto: Brabus
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Es ist nicht das erste Mal, das sich Brabus einen Maybach vorknöpft Foto: Brabus
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Bereits 2005 erschuf der Tuner einen 314 km/h schnellen Luxus-Dampfer auf Basis des Maybach 57 Foto: Brabus
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Der gepimpte Brabus-Maybach von 2005 brachte es immerhin schon auf 640 PS sowie 1.026 Newtonmeter Drehmoment Foto: Brabus
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Mehr Luxus- als Sportwagen im Cockpit: Edle Hölzer umrahmen den etwas verloren wirkenden Navigationsbildschirm Foto: Brabus
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Schon im letzten Maybach ließ es sich herrschaftlich im Fond residieren Foto: Brabus
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Damals einzigartig: Internet-Empfang in einem Auto Foto: Brabus

Wer kennt das nicht? Da verlässt man gestresst sein Büro in der Chefetage, steigt in den Mercedes-Maybach-S-600-Firmenwagen und muss sich anschließend bei 250 km/h auf der Autobahn von einem VW Golf bedrängen lassen. Ärgerlich, so etwas. Mit dem 530-PS-V12-Twinturbo ausgerüstet, ist der gehobene Luxus-Dampfer zwar nicht gerade untermotorisiert, trotzdem lässt sich an einem Mercedes-Maybach S 600 anscheinend noch einiges optimieren. Das meint zumindest Brabus.

Aufbohren, überarbeiten und viel Pferde erzeugen

Der Tuner hat also kurzerhand den Sechsliter-Mercedes-V12 ausgebaut, anschließend aufgebohrt und mit 6,3-Liter-Hubraum wieder eingepflanzt. Überarbeitete Zylinder und Zylinderköpfe, eine angepasste Kurbelwelle, neue Pleuel, größere Turbolader und ein neues Abgassystem erhielt das Aggregat ebenfalls. Diese vielen Veränderungen sorgen für sehr viele Pferdestärken: 900 PS und 1.500 Newtonmeter maximales Drehmoment liegen jetzt an den Hinterrädern an. Die Gangwahl übernimmt weiterhin die serienmäßige Siebenstufen-Automatik.

Beschleunigung auf Ferrari-Niveau

Auch die Fahrdaten haben sich deutlich verbessert: Während der normale Mercedes-Maybach S 600 in genau fünf Sekunden von null auf Tempo 100 beschleunigt, schafft die Brabus-Version den Spurt aus dem Stand in 3,7 Sekunden. Das ist genauso schnell wie ein Ferrari FF. Außerdem rennt der Sternenkreuzer jetzt beängstigende 350 km/h schnell, was den eingangs erwähnten Golf auf Abstand halten sollte.

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Der gepimpte Brabus-Maybach von 2005 brachte es immerhin schon auf 640 PS sowie 1.026 Newtonmeter Drehmoment Foto: Brabus

Optisches Feintuning

Außerdem wurde der Fahrzeugschwerpunkt um 25 Millimeter abgesenkt. Dazu kommen neue 21-Zöller für die Radkästen, umgestaltete Schürzen, Schweller und Lufteinlässe sowie ein neuer Frontspoiler und ein neuer Kühlergrill. Im Innenraum kommt Brabus den persönlichen Wünschen und Nöten der Kunden nach. Jede erdenkliche Kombination von Leder, Alcantara, Aluminium, Carbon oder Holz lässt sich bestellen. Einzig die eigene Geldbörse und der Geschmack geben die Grenzen vor.

Preise und Alternativen

Was der Brabus-Umbau von 530 auf 900 PS kosten soll, verrät der Tuner nicht. Günstiger als der Serien-Maybach-S-600 wird er aber nicht werden. Der steht ab 187.842 Euro beim Mercedes-Händler. Und wer nur 134.054 Euro auf der hohen Kante hat, kann sich zumindest den Einstiegs-Maybach-S-500 kaufen. Der hat zwar nur einen 4,7-Liter-V8 mit 455 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment an Bord, dafür gibt's aber eine Neungang-Automatik und optional auch einen Allradantrieb.