Mercedes G-Klasse 500: Des Kaisers neue Kleider

Wer eine G-Klasse fährt, der schwebt über den Dingen, und rümpft die Nase über all die Lifestyle-SUV-Fahrer, die vor jeder Pfütze ehrfurchtsvoll Halt machen.

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Die G-Klasse: Seit 1979 gebaut und noch immer ein Benchmark. Foto: Hersteller

Die G-Klasse ist eine der letzten Ikonen, seit 1979 gebaut, und im Kern sich immer treu geblieben. Trotz 36 Jahren am Buckel wirkt der „Geländewagen“ (ist beim G mehr angebracht als SUV) noch immer frisch. Mercedes hat es über die Jahrzehnte geschafft, den Charakter des automobilen Anachronismus zu bewahren und ihn doch immer wieder zu modernisieren. Innen ist der Wagen ohnehin schon längst zukunftsfit. Mit dem dezenten Facelift im aktuellen Modelljahr 2016 bügelte man dazu die eine oder andere Falte weg.

 

Neuer V12 liefert 1.000 Newtonmeter

Auch unter der Haube tat sich einiges, neben einem optimierten Fahrwerk, rollen nun alle G-Klasse Modelle mit stärkeren – und gleichzeitig sparsameren – Motoren an. Das wurde durch die Euro-6-Norm auch nötig. So kommt ein neuer V8-Biturbo als Basisbenziner zum Einsatz, der bereits 422 PS bietet. Der 6-Zylinder-Diesel 350d bekam 34 Mehr-PS und bringt es nun auf 245.

 

AMG G-Modelle: Die Spitze der automobilen Nahrungskette

Die Spitze der Nahrungskette bilden die G-Klasse AMG Modelle. Der AMG 63 bietet nun 571 PS. Wem das zu langweilig ist, dem bleibt noch der 65, ein wahrlich exklusives Vergnügen mit zwölf Zylindern. Der stärkste G aller Zeiten liefert 630 PS und ein brachiales Drehmoment von 1.000 Newtonmeter. Auch im Inneren tat sich einiges. Das Interieur wurde deutlich aufgewertet so bekamen alle Modelle neue Instrumente und Anzeigen.

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