Test: Mercedes-Benz E 250 T-Modell Fünf-Sterne-Stern

Wagen. Er ist der „Große Wagen“ unter den Sternen. Das neue T-Modell bietet aber nicht nur abartig viel Platz – einen nobleren „Lastesel“ gibt es wohl kaum.

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Fast fünf Meter lang ist die Kombiversion der E-Klasse. Foto: Werner Christl
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Die beiden 12,3-Zoll-Displays lassen sich optisch den Vorlieben des Fahrers anpassen. Foto: Werner Christl
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Auch im T-Modell gibt es das Widescreen-Display. Schön auch die sportliche Alu-Optik. Analog ist nur die Uhr... Foto: Werner Christl
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Mercedes Benz Foto: Werner Christl
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Mercedes Benz Foto: Werner Christl
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Mercedes Benz Foto: Werner Christl
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Mercedes Benz Foto: Werner Christl
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Mercedes Benz Foto: Werner Christl

Meine gekaufte Bierkiste wirkt im Kofferraum des T-Modells schon fast armselig. Es hätte auch nichts genützt, wenn ich weitere fünf bis zehn Kisten eingepackt hätte – der Kombi schluckt  unendlich viel. Zwar ist im neuen E-Klasse T-Modell das Ladevolumen ein klein wenig geschrumpft, aber 640 bis 1.820 Liter sind in dieser Klasse immer noch unerreicht. Das Mountainbike einfach hinten rein und elektrische Klappe zu – fertig. Dazu kommen perfekte Platzverhältnisse für Bein, Kopf und Co. Kein Wunder, denn der lange Deutsche kratzt an der Fünfmeter-Marke (4,93 Meter). Da kann die Parkplatzsuche schon auch einmal länger dauern. Aber man sitzt ja bequem und fährt ohnehin gerne im Edel-Kombi. Schließlich ist da einiges Komfortables „verbaut“ zum soliden Startpreis von EUR 50.000,–.

Ausstattung

Im Cockpit finden wir das aus der ­Limousine bekannte „Big-Display“. Auf Wunsch zieren zwei 12,3-Zoll-Displays den Arbeitsplatz. Mercedes nennt das „Widescreen-Cockpit“. Dieses kann den eigenen Designvorlieben angepasst werden. Die ­„Digitalwelt“ wird übrigens durch eine analoge Uhr in der Mittelkonsole unterbrochen. Ein wirklich hoch­wertiges Cockpit, das auch schärfsten Kritikern das ­Leben schwer macht. Zum Drüberstreuen gibt es nebenbei eine Sprachsteuerung auch ein kleines Touchpad, das über dem Controller angebracht ist. Ob man so was braucht, wenn eh schon ein Dreh-Regler vorhanden ist, sei ­dahingestellt.  Zu den Assistenten: derer gibt es viele! Interessant ist vor allem der aktive Bremsassistent, der nicht nur warnt, sondern auch selbstständig bremst. Das System erkennt sogar querende Fußgänger! Einen großen Schritt Richtung ­autonomes Fahren macht Mercedes-Benz mit dem Drive Pilot, der bis 210 km/h automatisch den Abstand zum Vordermann hält. Und wer will, kann die E-Klasse per Smartphone ein- und ausparken. Das sollte man vielleicht nicht zur Rushhour versuchen.

Wie er sich fährt

Der ­besonders leise Sternen-Kombi bügelt mit seinem langen Radstand Fahrbahnunebenheiten einfach weg. Trotz seiner Länge lässt sich der Deutsche sportlich bewegen. Es ist schon erstaunlich, wie viel Kurve dieser Kombi verträgt. Im Testwagen war der 211 PS-starke Vierzylinder-Benziner mit zwei Litern Hubraum verbaut, der in 7,2 Sekunden im Zusammenspiel mit der  9G-TRONIC den Hunderter knackt. Die angegebenen 6,2 Liter im Schnitt sind natürlich Wunschdenken, aber gute acht Liter sind im Mix durchaus realistisch, wenn das Gaspedal in der Stadt nicht durchgetreten wird. Für einen Benziner jedenfalls ein guter Wert. Der 220d kommt allerdings mit den etwa gleichen Leistungsdaten mit 4,2 Litern aus.

Fazit

Das E-Klasse T-Modell fährt in der Oberklasse und hat demnach auch einiges zu bieten, was sich im Preis widerspiegelt. Wer in der Ausstattungsliste viel Kreuzchen macht, wie beim Testfahrzeug beim Pre­mium-Paket, Surroundsystem und anderen Nettigkeiten, kommt  auf stolze EUR 84.857,–! Wer den Super-Kombi also kauft, muss nicht nur Freude am autonomen Fahren haben, er sollte eben auch ­finanziell autonom unterwegs sein.

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