Mei bist du groß geworden: VW Polo

Sechs Generationen, 14 Millionen gebaute Exemplare und doch ist der VW Polo nicht dort, wo er laut VW-Granden sein soll – an der Zulassungsspitze. Das soll sich nun ändern mit einem Polo der fast eine Art „Mini-Golf“ ist, und genauso wie sein großer Bruder die Nummer eins werden will.

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Die neueste Generation des VW Polo will die Pole Position bei Kleinwagen zurückholen. Foto: Hersteller
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Die neueste Generation des VW Polo will die Pole Position bei Kleinwagen zurückholen. Foto: Hersteller
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Die neueste Generation des VW Polo will die Pole Position bei Kleinwagen zurückholen. Foto: Hersteller
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Die neueste Generation des VW Polo will die Pole Position bei Kleinwagen zurückholen. Foto: Hersteller

Bis zum 14. Oktober 1968 galt es als physisch unmöglich die 100 Meter in unter 10 Sekunden zu laufen. Bis an diesem Tag ein gewisser Jim Hines das Gegenteil bewies. Es gibt sie diese Grenzen, die jahrzehntelang Bestand haben – auch bei Automobilen. Es schien lange in Stein gemeißelt zu sein, dass ein Kleinwagen unter vier Meter lang sein musste, alles darüber wäre schon Kompaktklasse. Nachdem Opel und Renault diese Grenzen bereits verschoben haben, ist es nun an VW mit dem 10 cm gewachsenen Polo der sechsten Generation eine Art „Mini-Golf“ ins Rennen zu schicken. Alleine der Kofferraum wuchs auf 335 Liter Volumen an – Respekt. VW macht dabei deutlich, dass man sich damit wieder an die Spitze des wichtigsten Marktsegments in Europa – der „Kleinwagen“ zurück katapultieren will, nachdem dieses Feld oben genannten Mitbewerbern überlassen wurde.

 

Golf- und Passatteile und jede Menge Pepp im Innenraum.

Und was für ein Katapult dieser neue Polo ist: Außen deutlich erwachsener und pfiffig geschnitten, sprengt der Polo vor allem spätestens im Inneren alle Klassenschranken. Angereichert mit Technologie aus Golf und sogar Passat fällt sofort das virtuelle Cockpit und der riesige Touchscreen ins Auge – so etwas würde man in dieser Klasse nicht erwarten. Und auch beim Innendesign haben die Wolfsburger Ingenieure einiges nachgelegt. In der Basis bereits edel anmutend mit Klavierlackapplikationen, kann der Kunde den Innenraum auf Wunsch mit bunten Kunststoffteilen ordentlich aufpeppen. Auch technisch blieb kein Stein auf dem anderen: Rekuperation, Start-Stopp und SCR-Kat sind bereits Standard. Die Motorenpalette reicht vom 65PS 1,0 Dreizylinder bis zum – 2018 lieferbaren – 200PS GTI. Dazu soll – ebenfalls nächstes Jahr – ein SUV auf den Markt kommen. Der Polo geht damit nicht nur in die Länge, sondern auch in die (Varianten)Breite.

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