Das Wettrennen um den schnellsten Fronttriebler ist entschieden!

Der geheimnisvolle Begriff "Under8" und der 16. Juni 2014 waren bisher die einzig bekannten Fakten. Am Ende dieses Tages ist klar, wer auf der Nürburgring-Nordschleife Seats Rekord von 7 Minuten und 58 Sekunden eingestellt hat.

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Renault Mégane R.S. Trophy-R: Schnellster Fronttriebler auf dem Nürburgring Foto: Renault

Der geheimnisvolle Begriff "Under8" und der 16. Juni 2014 waren bisher die einzig bekannten Fakten zum geplanten Rekordversuch von Renault auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Dort hielt der Mégane R.S. Trophy längere Zeit den Rekord für Fronttriebler. Sagenhafte acht Minuten und acht Sekunden brauchte der kompakte 265-PS-Bolide für den Kurs. Die Bestnote stand, bis Seat im März 2014 mit dem Leon Cupra 280 die Renault-Zeit pulverisierte. 7 Minuten und 58 Sekunden zeigte die Stoppuhr an, als der Spanier über die Linie bretterte.

7:54.36 Minuten: Neuer Bestwert

Für die Renault-Mannschaft war das natürlich fürchterlich. Also stellte man flugs den Mégane R.S. 275 Trophy-R auf die Räder, eine europaweit auf 250 Exemplare limitierte High-Performance-Variante des Super-Mégane R.S. Trophy. Der Wagen mit dem langen Namen fuhr eine superkurze Zeit in der Grünen Hölle und stieß den Seat damit wieder vom Thron: 7:54.36 Minuten heißt der neue Bestwert, der nun wie geplant am 16. Juni 12014 stolz verkündet wurde.

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Acht Minuten und fast acht Sekunden: Lange hielt der Renault Mégane R.S. Trophy den Fronttriebler-Rekord auf der Nordschleife Foto: Renault

Radikal abgespeckt

Das Geheimnis des 273 PS starken Trophy-R liegt in einer Radikal-Diät. Der Renner bringt rund 100 Kilo weniger auf die Waage als der Mégane R.S. So hat der knackige Renner keine Rücksitze, Fahrer und Beifahrer werden in leichten Polycarbonatschalen von Recaro untergebracht. Diese Maßnahme allein ließ das Gewicht um 42 Kilo sinken. Ein Minus von 16 Kilogramm brachte der Tausch der normalen Autobatterie gegen einen Lithium-Ionen-Akku. Der Verzicht auf Dämm- und Isoliermaterial macht den Trophy-R um 18 Kilogramm leichter. Zum Abspeckprogramm gehören auch eine Titan-Auspuffanlage von Akrapovic, die Aluminium-Stahl-Bremsanlage und besonders leichte 19-Zöller.

Fahrwerkskomponenten aus dem Rennsport

Der Kompakt-Extremsportler bekommt ein Cup-Fahrwerk mit mechanischer Differenzial­sperre an der Vorderachse. Darüber hinaus gibt es vorn Federn aus Verbundmaterial und Öhlins-Rennsportstoßdämpfer mit Doppelströmungsventil. Die Dämpfer bieten an der Vorderachse 20 und an der Hinterachse 30 Einstellmöglichkeiten.

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Auf die Rückbank wird im Trophy-R verzichtet, dafür gibt es ein Sicherheitsnetz Foto: Renault

Weiß, Schwarz und Rot

Der Mégane R.S. 275 Trophy-R ist auf den ersten Blick an seiner weißen Lackierung und einem schwarzen Dach zu erkennen. Die Räder und der markante Spoiler unter dem Frontstoßfänger sind in Rot gehalten. Dort prangt auch der Schriftzug "Trophy-R". Innen gibt es rote Sicherheitsgurte und Ziernähte sowie Alcantara an Lenkrad und Handbremsbalg. Eine Stange und ein Sicherheitsnetz schützen vor losen Gepäckstücken im Kofferraum.

Versionen für Kunden

Die Extrem-Version Trophy-R kommt zum Preis von 39.990 Euro in den Handel, wie viele der 250 Stück für Deutschland vorgesehen sind, hat Renault nicht bekannt gegeben. Wer unter anderem gern Plätze im Fond hätte, kann den etwas komfortableren Mégane R.S. 275 Trophy mit ebenfalls 273 PS für 35.990 Euro bekommen. Darüber hinaus gibt es weiterhin den 265 PS starken Mégane R.S. für 27.090 Euro.

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