Mazda3 Comfort G122 im Test

Typisch rote Farbe, böser Blick, nettes Popscherl und ein – vor allem für europäisches Verständnis – extrem cooles Cockpit. Der kompakte Japaner ist vielleicht kein Platzriese, aber technisch und optisch eine Wucht.

Mazda3 Comfort G122
Foto: Werner Christl
Mazda3 Comfort G122
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Mazda3 Comfort G122
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Mazda3 Comfort G122
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Mazda3 Comfort G122
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Mazda3 Comfort G122
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Irgendwo zwischen Tokio und Hiroshima werkt vielleicht in einem Kämmerchen versteckt ein italienischer Designguru und entwirft Autos wie den neuen Mazda3. Der "Alfa Romeo des Ostens" wirkt jedenfalls so, als hätten Europäer Hand angelegt. Nicht nur im Bereich Außenhaut, auch in puncto Cockpit legen die Japaner im 3er einiges vor. Mazda meint, man habe das Cockpit-Design an jenes der Formel 1 angelehnt. Zum Glück in Bezug auf Fahrerzentriertheit und Überblick. Alles ist schon fast brutal einfach zu bedienen – kompliziert ist nur die Bezeichnung des 8,8-Zoll-­Schirms auszusprechen (MZD Connect Infotainmentsystem). Dieser ist im Bereich der Mittelkonsole leicht nach links versetzt angebracht. Dadurch wendet der Fahrer den Blick nicht zu sehr von der Fahrbahn ab. Zudem gibt es kein doofes Herumfingern in diversen Untermenüs. Gesteuert wird sehr logisch via Controller. Der Materialmix geht ganz klar in Richtung Premium – man greift schon in der Grundausstattung tief in die Ausstattungskiste. Heißt: Der relativ hohe Grundpreis resultiert daraus, dass das Einstiegsmodell eher als Spitzenmodell durchgeht. An Bord sind serienmäßig Head-up-Display, 8,8-Zoll-Farbdisplay, Navi, Müdigkeits-, Fußgänger- und Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent oder auch Notbremsassistent.

Im Testbetrieb

Ein Minus fängt sich der Kompakte hinsichtlich "Platz" ein. Zwar herrschen für Fahrer und Beifahrer sehr gute Platzverhältnisse, aber hinten geht es doch sehr eng zu. Und der Kofferraum ist mit 330 bis 1.026 Litern nicht unbedingt einer der großen seiner Art. Dazu kommt noch eine hohe Ladekante. Dafür gibt es ein kräftiges Plus für das leicht straffe Fahrwerk, welches gute Rückmeldung an den Fahrer gibt. Die Schaltung ist – wie immer bei Mazda – knackig. Wirklich überrascht hat uns der 122-PS-Motor, der trotz fehlendem Turbo (Saugbenziner) einen superflotten Eindruck hinterlassen hat. Hut ab! Beim Verbrauch mit Mild-Hybridsystem gibt Mazda 5,1 Liter an. Im Test waren es 6,5. Auffällig auch: Im Inneren ist es leise – ein sehr gut gedämmter Japaner! Alternativ gibt es übrigens einen 116-PS-Diesel. Preislich startet der Mazda3 erst ab 23.990 Euro. Das Testauto lag bei 30.990 Euro. Wie ­gesagt: mit einer überkompletten Ausstattung. Der ­Mazda3 tritt im Grunde gegen die deutsche Premiumklasse an!

Mazda3 Comfort G122

  • Leistung: 122 PS
  • Testverbrauch: 6,5 Liter
  • Motor: Zweiliter-Saugbenziner
  • Kofferraum: 330 – 1.026 Liter
  • 0 – 100 km/h: 10,4 Sekunden

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