Mazda MX-5 Takumi: MX-5-Shopping

Legende 2.0. Wieso der kleine Japaner nicht nur am Parkplatz vor dem Shoppingcenter eine gute Figur macht, was Takumi bedeutet, wieso man Kurven sucht und weshalb die ausgereifte Heckschleuder einfach kultig ist.

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Wer es darauf anlegt, kann das Cabrio-Dach in unter zwei Sekunden öffnen und schließen. Foto: Werner Christl
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Im Cockpit wird auf eine Beige-Schwarz-Kombi
gesetzt. Dazu Lautsprecher in den Kopfstützen!
Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Das kirschrote „Dachl“ gehört zum Takumi-Paket. Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl

Eigentlich sollte ich an dieser Stelle vom neuen kirschroten Verdeck sprechen, das sich in etwas mehr als einer Sekunde öffnen oder schließen lässt. Auch eine kurze Erklärung, wieso der MX-5 Takumi heißt, wäre zu Beginn dieses Tests doch recht gescheit. Ich beginne aber mit dem Kofferraum – jener Teil des Roadsters, der mich trotz des Umstands, dass ich den Mazda MX-5 schon öfter testen durfte, überraschte. Warum? Ich habe den ­Wochenendeinkauf für einen Vierpersonenhaushalt mit dem kleinen Winzling er­ledigt. Eine blöde Idee, ja! Zwischendurch gab es an der Kasse so etwas wie eine Ehekrise, weil ich (Platz)Angstschweiß auf der Stirn hatte. „Muss die große Waschmittelbox wirklich mit? Und das Klopapier? Der Blumentopf ist echt gemein!“ Ergebnis: Zugegeben, das WC-Papier wurde im Cockpit transportiert – man weiß ja nie. Aber insgesamt verschwanden im kleinen, aber tiefen Kofferraum (130 Liter!) fünf übergroße Einkaufssäcke, sowie das XL-Waschmittel. Nachdem aber wohl niemand wegen des Kofferraums einen MX-5 kauft – zurück zu ­seinen „echten“ Stärken.

Sondermodell

Zur Serienausstattung des 130 PS-­starken Mazda MX-5 Takumi gehören 16-Zoll-Leicht­metallfelgen, Navi, BOSE-Sound, 7-Zoll-Display, beheizbare Ledersitze (beige), Einparkhilfe, dynamisches LED-Kurvenlicht, Spurhalte- assistent und ein kirschrotes Stoff-Dacherl. Der Modellname „Takumi“ bedeutet übrigens frei übersetzt „Künstlerische Handwerkskunst“. Der Preis für den „Takumi“ startet bereits ab EUR 31.890,–. Ansonsten ist der kleine japanische Roadster so, wie wir ihn seit zig Jahren kennen (lieben).

Typisch

Auch das Sondermodell steht für MX-5-typische Besonderheiten. Dazu gehören: eine geniale Gewichtsverteilung, die für ­optimalen Kurven-Fahrspaß sorgt. Man sitzt fast auf dem Hinterradantriebsstrang und spürt die 130 PS mehr, als diese am Papier wirken. Dazu zieht es einem die Mundwinkel in die Höhe, wenn die Gänge mit dickem Drehzahlband gefahren werden. Und dann noch die kurzen Schaltwege sowie die dazu passende knackige Schaltung. Letztere kann fast nicht besser in der Hand liegen. Alles ausgereift und eben schon fast legendär. Das der Knopf für die Lautstärkenregelung praktisch hinter dem Ellbogen liegt, verzeihen wir deshalb immer wieder gerne. Vor allem aber hat es Mazda geschafft, ein Auto über zig Jahre optisch nur soweit zu verändern, dass er modern bleibt, aber dem MX-5 Design treu ­geblieben ist. Konkurrenten wie BMW Z4 oder Mercedes SLK sind wohl stärker, edler, aber auch viel teurer! ­Kurzum: Wer vernünftigen Fahrspaß mit einem Roadster will und nicht unvernünftig in Sachen Erhaltungskosten unterwegs sein will, kommt kaum an diesem MX-5 ­vorbei.

 

MAZDA MX-5 "TAKUMI"
Technische Daten:

Leistung: 130 PS
Verbrauch: 6,0 Liter
Motor: 1,5-Liter-Benziner
Leergewicht + Fahrer:  1.090 kg
0 – 100 km/h: 8,3 Sekunden

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