Luxus pur "made in Italy": Der Porsche Cayman wird zum Moncenisio

Um die Vorfreude auf das individuelle Gefährt zu schüren, hatte die italienische Designschmiede Studiotorino damals Skizzen zur Veröffentlichung freigegeben. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen nun endlich den Prototypen vorgestellt.

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Foto: Hersteller

Bereits im Sommer 2013 wurde von Studiotorino angekündigt, den Porsche Cayman S in den noch viel rassigeren Moncenisio zu verwandeln. Dieses Versprechen löste das Team eindrucksvoll ein.

Nur 19 Stück geplant

Vom Moncenisio soll es nur 19 Stück geben. Wer jetzt vielleicht auf ein individuelles Schnäppchen hofft, dass dem langweiligen Serien-Cayman des Nachbarn die Schau stiehlt, sollte einen vorsichtigen Blick auf die Preisliste werfen. Der Umbau kostet mindestens 173.000 Euro, dazu müssen allerdings noch 64.118 Euro für die Anschaffung eines Porsche Cayman S addiert werden. Macht also grob gerechnet 238.000 Euro. Dafür klingt aber selbst der Name des kurzen Renners sportlich: Der Begriff Moncenisio stammt vom gleichnamigen, 2.083 Meter hohen Pass in der Nähe von Turin. Er verbindet Italien mit Frankreich. Hier wurde das Susa-Moncenisio-Rennen erstmals am 27. Juli 1902 ausgetragen und an diesem Tag von Vincenzo Lancia auf einem Fiat 24HP gewonnen.

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Foto: Hersteller

Keine Änderungen am Motor

Der Moncenisio-Prototyp trägt als Namenszusatz die Bezeichnung "S:F:1/1" und ist Francesco Stola gewidmet, dem Vater von Studiotorino-Mitbegründer Alfredo Stola. Für die Verwandlung zum Moncenisio wird fast ausschließlich die Karosserie des Cayman geändert, sicherheitsrelevante Komponenten werden ebensowenig angefasst wie der Motor. Der leistet dann demzufolge auch im Studiotorino-Kleid 325 PS und powert mit einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmeter. Inwieweit sich der Umbau auf die Fahrwerte auswirkt, hat das Designstudio nicht mitgeteilt. Das Serienmodell jedenfalls sprintet in 5,0 Sekunden auf Tempo 100 und wird 283 km/h schnell.

Neues Hinterteil

Des Porsches neue Kleider wurden vom Designer Daniele Gaglione entworfen, einem langjährigen Freund der Familie Stola. Er hat sich von der Form des Porsche 904 von 1963 ebenso inspirieren lassen wie vom Aussehen des gemeinsam mit Ruf entwickelten RK Coupé aus dem Jahr 2006. Vom Cayman unterscheidet sich der Moncenisio vor allem durch geänderte Schürzen vorn und hinten sowie modifizierte Schweller. Darüber hinaus bekommt der feine Italo-Germane ein neues Heck: Die Seitenscheiben werden entfernt, das Dach wird mit Finnen verlängert. Hintendran gibt's ein auffälliges Auspuffendrohr und einen neuen Heckspoiler. Der Sportler rollt auf frisch entworfenen 20-Zöllern, die mit den Serienreifen des Porsche bezogen sind. Der Innenraum wird in Handarbeit mit feinem Leder ausgeschlagen.

Reflexionen in Blau

Selbst die blaue Farbe des Prototypen hat eine Bedeutung: Die Lackierung soll an die wunderschönen Reflexionen erinnern, die man auf dem See am Gipfel des Passes in allen Blau-Nuancen bewundern kann,. Wer einen der raren Boliden kauft, hat aber weitere Farben zur Wahl.

Weitere Infos unter:

www.porsche.at

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