Werners Auto-Blog: Tagfahrlicht als Gefahr

Haben Sie auf der Straße schon einmal ein U-Boot gesehen? Nein? Ich schon, denn wie sonst kann es sein, dass plötzlich im dichten Nebel oder im strömenden Regen unbeleuchtet etwas vor einem auftaucht, und man selbst wie ein Torpedo auf dieses Ziel hinschießt.

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Mehr Tarnung geht kaum noch: dunkles Auto, wenig Licht Foto: Mimadeo/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Diese U-Boot-Kapitäne haben oft nur das Tagfahrlicht oder die Lichtautomatik eingeschaltet. Viele Tarnkappen-Autofahrer denken nicht daran, dass ein Tagfahrlicht in der Regel nur vorne für Licht sorgt. Hinten herrscht Finsternis! Und: Die Lichtautomatik schaltet nur dann das Licht ein, wenn eine gewisse "Dunkelheit" erreicht ist, da die Sensoren natürlich keine Nebelwand kennen.

So ist es beispielsweise um die Mittagszeit bei Nebel oft zu hell, und die Lichtautomatik versagt. Resultat: U-Boote auf der Straße! Zudem sind heute beinahe alle Autos wie U-Boote in Schwarz bis Grau gehalten. Das gilt übrigens auch für Fußgänger, die in "Tarnanzügen" durch die Nacht schleichen.

Ein explosiver Mix, denn es gibt immer heller werdende und blendende LED-Lichter und gleichzeitig abgeschaltete Rücklichter. Dazu die schlechten Sichtverhältnisse und dunkel gekleidete Fußgänger!

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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