Kurztest: Mit dem neuen Mazda3 an der Atlantikküste

Die Japaner greifen mit dem neuen „Dreier“ die vom Golf beherrschte Kompaktklasse frontal an. Mit viel Serienausstatttung, sparsamen Motoren und einem wertigen Innenraum. Ob das reicht? Wir haben dem neuen Mazda3 in Lissabon bereits ordentlich auf den Zahn gefühlt.

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Foto: Weekend Magazin/Lukas Steinberger
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Die Bestseller der erfolgreichsten Japan Marke in Österreich sind eigentlich die beiden SUV-Modelle CX-3 und CX-5. Wer allerdings mit den Hochständlern nichts anfangen kann, könnte mit dem neuesten Wurf in der Kompaktklasse glücklich werden. Der neue Mazda3 ist ein sehr schön designter Vertreter seiner Gattung, die ja bekanntlich in Österreich vom VW Golf dominiert wird. An diesem Faktum wird auch der neue Dreier nicht rütteln, aber wer eine Alternative zum eher konservativen Wolfsburger sucht, sollte einen Mazda-Händler zumindest in Betracht ziehen.

Design und Fahrleistungen

Von vorne sieht man dem Kompakten die Zugehörigkeit zu Madza sofort an. Die Japaner selbst nennen es Familiengesicht. Dieses ist an den neuesten CX-5 angelehnt und sehr sportlich gezeichnet. Das Kodo-Design – Mazdas eigene Designsprache – ist auch am Hinterteil des Mazda3 sichtbar. Der Wagen passt wirklich gut in die Zeit und im 6-fach lackierten Soul Red Crystal spiegelt sich der Horizont der portugiesischen Atlantikküste besonders schön. Unter der schicken Haube werken vorerst zwei Aggregate: Der Skyactiv-G ist ein 2.0 Liter-Saugbenziner mit 122 PS und 24V-Mildhybridsystem. Der andere ein Skyactiv-D Diesel mit 116 Pferdestärken. Wir konnten beide Motoren testen und befanden den Benziner als spritzigere Wahl, jedoch im Sportmodus auch als die lautere.

Im normalen Komfortmodus sind beide Antriebe sehr kultiviert und leise. Spannend wird es im Laufe des Jahres, denn da bekommt der Mazda3 als erster Mazda den nagelneuen Skyactiv-X Motor. Ein selbstzündender Benziner, der die Verbrauchswerte eines Diesels erreichen soll - wir sind gespannt. Das Fahrwerk des kompakten Japaners ist sehr ausgewogen, auf portugiesischen Bergstraßen ausreichend sportlich und beim Dahingleiten neben dem Atlantik sehr komfortabel. Der Mazda3 ist mit 6-Gang-Automatik oder 6-Gang-manuellem Getriebe erhältlich. Allrad ist optional. Aussagen zum Spritverbrauch lassen sich nach dem kurzen Test nicht treffen. Die Werksangabe für den Benziner liegt laut Mazda bei 5,1 Liter (Manuell, 16-Zoll-Räder) und beim Diesel bei 4,1 Liter (Manuell, 16-Zoll-Räder).

Innenraum

Mazda verspricht bei der Pressekonferenz in Lissabon den Innenraum wie ein Wohnzimmer gestaltet zu haben. Und ja, dieses Versprechen ist wahr. Der Fahrer sitzt auf optional erhältlichem Ledergestühl und das Cockpit richtet sich kokonartig auf den Lenker des Dreier aus. Das Display des MZD Connect Infotainmentsystem (ab sofort auch mit Apple CarPlay und Android Auto) ist ebenso auf den Fahrer ausgerichtet. Vorbild der Cockpitgestaltung war laut eigener Aussage das Monocoque eines Formel-1-Boliden. Aber auch der Beifahrer sitzt angenehm, etwas enger geht es auf den Hinterbänken zu. Das Ein- und Aussteigen ist ob der coupéartigen Silhouette des Autos hinten eher ein kleiner Verrenkungsakt – natürlich je nach Größe und Breite der einsteigenden Person. Die Materialien im Innenraum sind sehr edel, Hartplastik ist ein seltener Gast, dafür Soft-Touch so weit die Finger reichen. Der Kofferraum schluckt 330 bis 1.026 Liter, das ist um einiges weniger als der Golf (bis zu 1.270 Liter). Für den Ausflug zu zweit ist das aber trotzdem noch mehr als ausreichend. Wer Familie hat, sollte sich sowieso nach anderem umsehen.

Fazit - ein Wohlfühlmazda

Der Dreier konnte uns während der (leider zu kurzen) Zeit im schönen Portugal begeistern. Die spritzigen Motoren, das schöne Design und der wirklich edle Inneraum machen den Dreier zu einer ernstzunehmenden Modell in der Kompaktklasse. Etwas eigen ist Mazda ab dieser Generation allerdings bei den Preisen. Weil laut eigener Aussage 99 Prozent aller Mazda-Käufer zu mittleren oder hochwertigen Ausstattungen greifen, spart man sich ein günstiges Einstiegsmodell und stopft das Serienmodell mit Ausstattung voll. Serie sind unter anderem 16-Zoll-Alufelgen, LED-Scheinwerfer, Head-Up-Display, 8,8 Zoll Infotainmentsystem mit Navigation, Lederlenkrad und Klimaanlage. Dazu gibt es eine Armada an Assistenten: Berganfahrassistent, Licht und Regensensor, Smart Brake Support, Müdigkeitserkennung, City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Spurwechselassistent, Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat mit Stauassistent, Einparksensoren hinten, Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistent. Das alles gibt es ab EUR 23.990.-. Einen vollausgestatteten Mazda3 mit allem was geht gibt es um knapp 30.000 Euro. Der neue Mazda3 ist außerdem als Limousine erhältlich. Beide Modelle gibt es ab sofort bei uns zu kaufen. 

  

 

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