Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller im Weekend-Test

Ist der Ford Mondeo eine Alternative zu Kombis wie Passat und Co.? Optisch mehr als das – und auch technisch lässt sich das neueste Modell des Herstellers nicht lumpen. Das zeigte die Testfahrt.

Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller - Cover
Ganz in Rot: Der Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller Foto: Weekend Magazin

Bereits Anfang 2012 wurde der neue Mondeo der Öffentlichkeit vorgestellt! Erst jetzt kommt das Auto in Österreich auf den Markt. Im Grunde genommen eine Geldvernichtungsaktion, denn die Händler könnten schon zwei Jahre den neuen Mondeo gut verkaufen, denn er ist mehr als gelungen. Grund für die ­Verzögerung war irgendeine Verlegung irgendeiner Produktionsstätte. Aber „Gut Ding braucht Weile“ oder so, schon alleine optisch gesehen ist der Kombi extrem gut gelungen. Und nachdem wir als eines der ersten Medien den Test machen durften, gab es eine Menge fragender Blicke von Passanten: „Seit wann hat Aston Martin einen Kombi?“, haben wir oft in den Augen der anderen ­herausgelesen. Ja, die neue Schnauze steht ihm gut, dem Mondeo. Dazu die giftigen LED-Scheinwerfer sowie spannend eingesetzte Akzentuierungen an der Außenhaut.

Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller
Ganz in Rot: Der Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller Foto: Weekend Magazin

Länge

Vor allem aber wirkt der „Traveller“ unglaublich lang und schlank. Immerhin misst der Kombi auch fast 4,9 Meter.  Diese Länge wirkt sich auch auf den Platz aus. 525 bis 1.630 Liter Kofferraumvolumen stehen im Mondeo zur Verfügung. Fahrer-, Beifahrer- und Fondpassagiere brauchen auch nicht über Platzmangel jammern. Was ein bisschen stört, sind die Gurtschlösser. Die leiden unter Klaustrophobie – das Einstecken des Gurts ist Feinarbeit. Auf der anderen Seite  hat Ford aufblasbare ­Sicherheitsgurte entwickelt – auch nicht schlecht. Und es passen Sitzkomfort und Übersicht. Zwar sind die A-Säulen sehr ausgeprägt, aber nicht störend. Gute Übersicht gibt es generell auch im Cockpit. Tacho, Drehzahlmesser und Bordcomputer sind zu einem Screen verschmolzen. Nicht gespart wurde bei den verwendeten Materialien. Fast überall findet sich geschäumter hochwertig wirkender Kunststoff. Zwischendurch gibt es viele Alu-Applikationen zu entdecken. In puncto Cockpit muss sich also Ford auf keinen Fall vor der Konkurrenz verstecken. Ein bisschen nörgeln müssen wir bei der Mittelkonsole. Die fällt in Verbindung mit der bombastisch klingenden Soundanlage in der Titanium-Variante ­optisch etwas ab. Aber die kommt eben von Sony.

Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller
Ganz in Rot: Der Ford Mondeo 2,0 TDCi Traveller Foto: Weekend Magazin

Technik

Mit dem Fahrwerk und Handling halten wir uns nicht lange auf – super, eben eines von Ford. Sicherheitstechnisch ist der Mondeo fit. Der Bremsassistent, wirft im Notfall automatisch den „Anker“. Vorher werden aggressiv leuchtende rote LEDs in die Windschutzscheibe eingeblendet. Dazu kommen ein Warnsystem für den toten Winkel im Rückspiegel, der Driver Alert (überwacht den Aufmerksamkeitsgrad des Fahrers), Fahrspurhalteassistent – alles da. Ein Novum ist der Kollisions-Assistent mit Fußgängererkennung. Motorisch war das Testauto mit dem 180-PS -Turbodiesel ausgestattet, der den Mondeo in 8,7 Sekunden auf 100 km/h befördert. Beim Verbrauch gibt Ford im Schnitt 5,4 Liter an – im Test lagen wir bei 7,5 Litern. Alternativ gibt es den Diesel mit 150 PS, die EcoBoost-Benziner mit 125 bis 240 PS und eine Hybrid-Variante. Ein Mondeo steht ab EUR 29.200,– in Ihrer ­Garage. Der getestete 2,0 TDCi in Vollausstattung ­hatte einen Endpreis von EUR 53.159,–.

 

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Weekend Cover Nr. 7/2015
Foto: SVETA ORLOVA/ISTOCK/THINKSTOCK