Suzuki Celerio: Klein und doch kein Schnäppchen!

Der Suzuki Celerio reiht sich preislich und leistungstechnisch im Mittelfeld ein. Der Vergleich zeigt: Damit steht der Kleinstwagen nicht alleine da. Die Preiskrone gebührt daher unverändert dem Mitsubishi Space Star.

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Die Preise starten bei 9.690 Euro, unter der Haube arbeiten 68 PS Foto: Suzuki

Viel wurde im Vorfeld gemunkelt: Ist Suzukis neuer Kleinstwagen Celerio ein Preisbrecher? Jetzt steht fest: Der in Indien gebaute Alto-Nachfolger ist nicht das erwartete ultimative Schnäppchen, wenn er Ende November 2014 zum Händler rollt.

Relative Größe

Der 3,60 Meter lange und ohne Außenspiegel 1,60 Meter breite Suzuki Celerio bietet im Normalzustand einen 254 Liter großen Kofferraum. Das sind drei Liter mehr als beim Klassen-Bestseller VW Up und zwei Liter mehr als der Hyundai i10 bietet. Auf dem Papier also, wie vom Hersteller gefeiert, ein Klassenbestwert. Im direkten Vergleich sticht der Celerio aber nicht außergewöhnlich heraus. Ähnliches gilt für das Design und die Motoren des ausschließlich fünftürigen angebotenen Suzuki.

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Weit öffnende Türen beim rund 900 Kilogramm schweren Celerio Foto: Suzuki

Teure Technik

Standard-Aggregat ist ein 1,0-Liter-Benziner mit 68 PS, der mit 4,3 Liter Durchschnittsverbrauch und 99 Gramm CO2 angegeben wird. Noch weniger, nämlich nur 3,6 Liter, soll der neu entwickelte Einliter-Benziner mit Dualjet-Einspritzung verbrauchen. Er kostet allerdings 1.100 Euro Aufpreis und ist nur in der mittleren Ausstattungslinie "Club" erhältlich. Wer übrigens nicht selbst schalten mag, kann ab Frühjahr 2015 zu einem automatisierten Schaltgetriebe greifen.

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Auf das Cockpit trifft der Begriff "zweckmäßig" zu Foto: Suzuki

Eher Durchschnitt

Der Einstiegspreis beträgt 9.690 Euro aufwärts, einzige Gratis-Farbe ist weiß. Damit liegt der Suzuki Celerio im Klassen-Mittelfeld, auch was die Ausstattung betrifft: Ein Radio oder eine Klimaanlage sucht man vergeblich, ab Werk sind aber ein höhenverstellbares Lenkrad, elektrische Fensterheber vorne und eine Zentralverriegelung inklusive. Daher lohnt sich der Griff zur Club-Version für 10.890 Euro. Hier sind eine Klimaanlage, ein Audiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradfernbedienung, ein USB-Anschluss sowie Vorhangairbags mit von der Partie. Eher optischer Natur sind die Zusatzextras der Topversion "Comfort" für 11.490 Euro. Sie bietet zusätzlich 14-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, einen Chrom-Frontgrill und Fensterheber hinten.

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Praktisch: Den kleinsten Suzuki gibt es immer nur mit fünf Türen Foto: Suzuki

Ein Japaner kann's günstiger

Trotzdem: Die Preiskrone bei den Kleinstwagen gebührt dem Mitsubishi Space Star, der in Magerausstattung für circa 7.000 Euro erhältlich ist. Wie der Suzuki ganz neu, aber sogar 100 Euro billiger ist der Renault Twingo. Wer spontan einen Stadtflitzer vom Format des Celerio sucht, sollte bei Fiat vorbeischauen: Dort gibt es den Panda noch bis Ende des Monats als Sondermodell "Mystyle" mit 69 PS, 14-Zoll-Alus, Klimaanlage und Radio für circa 9.000 Euro.

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