Gelbfieber! Kia XCeed Platin 1.4 T-GD im Test

Im Normalfall sind gelbe Autos nicht das Gelbe vom Ei. Dieser XCeed mit Gelbsucht ist aber ein echt fescher Kerl. Vom schönen Gelbkörper alleine kann man aber nicht leben. Also haben wir uns angesehen, ob die Hülle hält, was sie verspricht.

Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Das "X" steht für "Crossover". Das optisch emotionsgeladene SUV wird ohne Allrad angeboten. Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Hatchback, SUV oder Crossover? Der XCeed ist eine Mischung. Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Foto: Werner Christl
Kia XCeed Platin 1.4 T-GD
Foto: Werner Christl

Ein gewisser Herr Peter Schreyer aus Deutschland ist für das Design des XCeed verantwortlich. Kein Unbekannter in der Branche, hat er ja unter anderem auch den VW Golf IV designed. Insofern hat er ein Händchen für Kompakte und eben anscheinend auch eines im Falle des XCeed. Ein echt schönes SUV. Interessant sind vor allem die extrem weit nach hinten gezogenen Frontscheinwerfer, die nach hinten abfallende Coupélinie und das Heck mit zwei Endrohren. Letztere sind zum Teil Fake, da der Auspuff beim getesteten 1.4-Liter-­Turbo mit einem Abgasrohr auskommt. Jedenfalls kommen selten Autos in die Motorredaktion, die fast allen gefallen. Der XCeed ist ein solcher – auch im Cockpit wird nicht gepatzt. Auffällig ist der riesige Screen, der übrigens einen soliden Eindruck macht. In der getesteten Platin-Ausstattung gibt es viel weichen Kunststoff zu finden.

Fahreindruck

Mit seinem 140-PS-Vierzylinder-Turbo ist der Kia XCeed eher keine Rakete, beschleunigt aber flott in 9,5 Sekunden auf 100 Sachen. Der vorhandene Sportknopf verdient sich seine Bezeichnung. Die Lenkung ist erfreulich direkt angelegt und das Fahrwerk komfortabel mit einem kräftigen Schuss Dynamik. Gut hinbekommen haben die Techniker das Doppelkupplungsgetriebe, das sicher zu den besten am Markt gehört. Beim Verbrauch glaubt Kia an 5,9 Liter, wir denken da im Test eher an 7,3 Liter.

Groß wie ein Ceed

Der Konzernbruder Ceed ist übrigens etwa zehn Zentimeter kürzer als der XCeed (4,4 Meter). Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Platzverhältnisse auch für Heckpassagiere passen. Der Kofferraum fasst zwischen 426 und 1.378 Liter. Was allerdings etwas negativ auffällt, ist die Sicht nach hinten. Hier haben wir durch die dicke Coupé-C-Säulen ein Hindernis im Blickfeld. Ein Satz zu den Assistenten: Schon in der Grundausstattung Titan ist ein autonomes Notbremssystem vorhanden. Generell ist alles zu haben, was derzeit in dieser Klasse üblich ist. Allrad gibt es für den XCeed leider nicht. Preislich startet das Crossover-SUV bei EUR 21.790,– (Dreizylinder, 120 PS). Die getestete 1.4-Liter-Variante startet bei 22.990,– und ab EUR 24.290,– dieselt es (zwei Varianten mit 116 und 136 PS). Wer es eilig hat, nimmt das Benziner-Spitzenmodell mit 204 PS.

Kia XCeed Platin 1.4 T-GD

  • Leistung: 140 PS
  • Testverbrauch: 7,3 Liter
  • Motor: 1.4-Turbobenziner Vierzylinder
  • Kofferraum: 426 bis 1.378 Liter
  • 0 – 100 km/h: 9,5 Sekunden

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