Jetzt kommt das Ami-SUV von Volkswagen!

BMW und Mercedes haben gegenüber VW die Nase in den USA vorn. Das soll sich ändern, haben die Wolfsburger beschlossen. Mit Sondermodellen wollen sie den amerikanischen Markt erobern.

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In den USA zählt so ein Riese nur als "Midsize", da es noch größere SUVs gibt Foto: VW

Volkswagens Verkaufszahlen auf dem US-amerikanischen Markt sind rückläufig und das, obwohl Marken wie BMW und Mercedes auf der anderen Seite des großen Teichs wachsen. Wenn die Wolfsburger ihr Ziel erreichen wollen, in den USA ab 2018 jährlich 800.000 Fahrzeuge auszuliefern, dann heißt es handeln.

Kürzere Modellzyklen

Zunächst sollen die Modellzyklen verkürzt werden und mit Sondermodellen, die sich stärker an den Wünschen amerikanischer Käufer orientieren, soll ebenfalls mehr Umsatz gemacht werden. Das erklärte uns VW-Entwicklungsvorstand Dr. Heinz-Jakob Neußer im Januar 2014 auf der Automesse in Detroit. Eines dieser neuen Modelle, das auch hierzulande auf den Markt kommen wird, ist der Beetle Dune, der in Detroit als Designstudie Premiere hatte.

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Im Innenraum können die amerikanischen Käufer höchsten Komfort erwarten Foto: VW

Bei SUVs ist groß gleich "Midsize"

Zur Steigerung der Verkaufszahlen braucht VW in den USA aber neue Modelle und hier vor allem ein großes SUV (das auch für den chinesischen Markt interessant ist). In Detroit kündigte Neußer bereits an, dass ein neues SUV mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen werde. Jetzt ist es hundertprozentig offiziell. Volkswagen-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn bestätigte nun in Wolfsburg, dass das "Midsize-SUV" kommt.

Wichtige Modelle fehlen

Ob die Maßnahmen ausreichen, um den gewünschten Erfolg sicher zu stellen, bleibt fraglich. Das neue SUV dürfte erst ab 2016 bereit stehen. Und es handelt sich zunächst nur um ein Modell, während zum Beispiel Konkurrent BMW seit Jahren eine breite SUV-Modellpalette anbietet, vom X3 über den X5 bis zum X6, letztere noch dazu als kräftige und margenstarke M-Modelle und allesamt in den USA produziert. VW würde zudem einen Pick-up gut gebrauchen können, immerhin in den USA die Top-Seller. Der unter anderem in Argentinien gefertigte Amarok wird in den USA gar nicht angeboten, da er zu klein ist und - eingestuft als landwirtschaftliches Produkt - außerdem mit einer hohen Einfuhrsteuer von 25 Prozent belegt wird, die ihn zu teuer machen würde.

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Der CrossBlue ist größer als der VW Touareg und bietet sieben Personen Platz Foto: VW

Basis: Die Studie CrossBlue

Das auf der Studie CrossBlue basierende neue SUV wurde speziell für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Erstmalig war die Studie im Januar 2013 auf der Autoshow in Detroit zu sehen. Wenn VW hier von "Midsize-SUV" spricht, ist allerdings ein siebensitziges Fahrzeug gemeint, dass größer als der VW Touareg ist. Da es in den USA aber SUV-Giganten wie etwa den Cadillac Escalade gibt, ist die Konfektionsgröße darunter eben "Midsize".

Auch in der Planung: SUV-Coupé

Immerhin ist zu vermuten, dass dem SUV noch ein Coupé ähnlich dem BMW X6 zur Seite gestellt wird. Volkswagen zeigt auf der Auto Shanghai im April 2013 die Studie CrossBlue Coupé. Sie beherbergte ein Plug-in-Hybridsystem mit einem V6-Turbobenziner und zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 415 PS.

Probefahrt mit VW:

www.volkswagen.at

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