Hyundai Kona: Das Hawaii-Hemd

Kona? Kona der Barbar, kona oder net oder steht „Kona“ für eine Abkürzung eines ­kroatischen Gasthauses – also Konoba. Nein, viel einfacher! Der Kona hat wie „Tucson“ und „Santa Fe“ seinen Namen von einem geografischen Punkt in den USA.

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Das poppige Outfit des neuen Kona polarisiert vielleicht etwas, aber im faden, schwarzgrauen Auto-Alltagsbrei ist der Koreaner ein Lichtblick. Foto: Weekend Magazin
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Gelb-grüne Applikationen der Außenfarbe angepasst, findet man im Innenraum überall. Foto: Weekend Magazin
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Sogar die Gurte wurden "bemalt". Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin
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Foto: Weekend Magazin

Genauer gesagt gibt es auf Hawaii ­einen Küsten­streifen namens „Kona“. Passend, denn der Kona ist bunt wie ein Hawaii- Hemd und auffallend wie „HulaHula“. Schon die knallgrünen Sicherheitsgurte im Testwagen lassen erahnen, was Hyundai bezweckt. Auffallen im faden, schnöden Alltag der B-SUVs. Dazu kommen im Innenraum zahlreiche „Farbapplikationen“ sowie die verschiedenen Außenfarben in Verbindung mit dicken Kunststoffteilen, die den Offroadcharakter unterstreichen sollen. Als Drauf­gabe gibt es noch die zweigeteilten Frontscheinwerfer, die sich Designer-Guru Werner Schreyer ausgedacht hat. Im Gegensatz zur Hülle gibt sich der Motor im Test-Kona eher brav. Der Dreizylinder mit ­einem Liter Hubraum und Turbo ist logischerweise keine Rennsemmel. Zwölf Sekunden auf 100 km/h auch kein Spitzenwert, aber bei Drehzahl-Laune gehalten fährt sich der kleine Koreaner recht gut. Der Klang des Motors ist Dreizylinder- typisch – kernig und hörbar. Auf Autobahnen im sechsten Gang bleibt die Geräuschkulisse im ange­nehmen Bereich. Die Drei­zylinder-Variante gibt es übrigens nur mit Frontantrieb. Der Vierzylinder (1,6-Liter, 177 PS) fährt aber auch als Allradler vor. Ein Diesel und der E-Kona sind übrigens im Anmarsch! Unterm Strich, ein gut gelungener Dreizylinder mit einem Verbrauch von 5,4 Litern Benzin laut Werksangabe. Im Test lagen wir immer bei gut sieben Liter. Das ­Fahrwerk ist nicht hart und garantiert nicht zu weich – schnelle Kurvenfahrten sind durchaus spaßig.

Innen im Kona

Auf annähernd 4,2 Meter Länge findet man erstaunlich viel Platz. Auch auf den Rücksitzen muss man den Kopf nicht einziehen und bekommt mit den Knien keine Probleme. Die knallfarbigen Akzente im Innenraum, die der Kona-Fahrer selbst aussuchen darf, kommen nicht schlecht rüber. Die Bedienung des Multifunktions-Screens ist logisch aufgebaut, und man findet sich schnell zurecht. Kabelloses Laden wird ebenso angeboten, wie Apple CarPlay & Android Auto. Wer möchte, kann sogar ein Head-up-Display im Auto haben. Dieses klappt ­automatisch hoch und zeigt Geschwindigkeit, Navi oder auch Assistentenhinweise in verschiedenen Farben an.

Sicherheit

Da hätten wir den autonomen Notbrems­assistent, Spurhalte- & Toter Winkel-Assistent, Querverkehrswarner, Müdigkeitserkennung oder Fernlicht­assistent. Also alles zu haben, was notwendig ist. Preislich startet der Kona bei EUR 18.990,– als 1.0 T-GDI ohne Allradantrieb. Die getestete Version mit eben diesem Motor lag allerdings in der höchsten Style-Ausstattungs­variante und umfangreicher Ausstattung bei EUR 27.990,–. Der Allradler als 1.6 T-GDI startet auch bei EUR 27.990,–, lässt sich bis auf EUR 30.990,– verfeinern. Der Kona ist jedenfalls ein bunter Hund in der SUV-Klasse!

 

Leistung: 120 PS
Testverbrauch: 7,2 Liter
Motor: Dreizylinder-Turbo
Kofferraum: 361 Liter
0 – 100 km/h: 12 Sekunden

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