Honda CR-V Hybrid AWD: Tschüss Diesel?

Langsam, aber sicher schwinden die Vorteile des Dieselmotors. Vor allem dann, wenn man sich den CR-V Hybrid ansieht, der im Test mit 6,6 Litern über die Runden gekommen ist. Technisch geht Honda übrigens einen speziellen Weg.

Honda CR-V Hybrid AWD
Hondas Hybridler wird von zwei verschiedenen Motoren angetrieben: von einem 145-PS-Zweiliter-Benziner und dem 184 PS starken Elektromotor Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
Mein Partner mit der dicken Schnauze - der CR-V mit mächtiger Front Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
Die Heckleuchten erinnern leicht an jene von Volvo Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
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Honda CR-V Hybrid AWD
Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
Honda CR-V Hybrid AWD
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Zwar merkt der Fahrer es nicht, aber die Techniker von Honda haben tief in die Hybridtrickkiste gegriffen und einen speziellen Hybridantrieb in die Welt gesetzt. Vereinfacht ausgedrückt füttert ein Benzinmotor einen Generator, der dann den E-Motor antreibt bzw. die Akkus lädt. Der Benziner gibt seine Kraft nur in bestimmten Situationen direkt an die Räder weiter. Das soll 20 bis 30 Prozent Spritersparnis bringen, weil der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors in den meisten Situationen durch das „füttern“ der Batterie besser ist. Tatsächlich fuhren wir das 4,6 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere SUV im Schnitt mit 6,6 Litern, was ein definitiv sehr guter Wert ist (inklusive Allrad!). Auf der Autobahn ist es natürlich mehr, aber im Gegenzug kann man den Japaner in der Stadt mit etwas Feingefühl sogar mit unter sechs Litern bewegen! Das Ganze nennt sich „Intel­ligent Multi-Mode-Drive (i-MMD). Mit dem EV-Knöpfchen kann man je nach Ladezustand der Batterien ein bis zwei Kilometer rein elektrisch fahren. In der Regel bestimmt dies aber das „System“ und man muss sich nicht den Kopf darüber zerbrechen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass der Motorsound nicht immer zu dem passt, was der Druck aufs Gaspedal erwarten lässt. Heißt: hohe Drehzahlen, obwohl keine zu erwarten sind. Daran gewöhnt man sich aber.

Alltag

Der CR-V ist mit seinem Fahrwerk auf der komfortablen Seite zu Hause. Kein Sportler, aber im Sportmodus durchaus leicht direkt zu lenken sowie flott zu bewegen. Durch den gewachsenen Radstand steht noch mehr Platz im Innenraum zur Verfügung. Vor allem die Fondpassagiere haben sensationelle Kniefreiheit. Das Kofferraumvolumen beträgt anständige 497 bis 1.694 Liter. Im Cockpit gibt es viele „Softtouch-Materialien“. Vielleicht fehlt vereinzelt die Liebe zum Detail, aber im Großen und Ganzen ist der Innenraum gut gelungen. Nur Navi und Co. wirken optisch nicht unbedingt wie am neuesten Stand, sind aber gut zu bedienen. Assistenten sind natürlich der Zeit entsprechend an Bord. Fazit: Der CR-V hatte in der Vergangenheit mit dem 2.2-Liter-Diesel ein tolles Aggregat an Bord. Grundsätzlich kann man den Schritt, diesen in die Wüste zu schicken, verstehen. Der Hybridantrieb ­ersetzt nicht nur den Selbstzünder, er ist beim CR-V wohl der bessere Weg!

Honda CR-V Hybrid AWD

  • Leistung: Benziner 145 PS/Elektro 184 PS
  • Testverbrauch: 6,6 Liter (Laut Werk 5,5)
  • Motor: 2.0 i-VTEC Hybrid
  • Kofferraum: 760 bis 1.920 Liter
  • 0 – 100 km/h: 9,2 Sekunden

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