Groß, Größer, Sorento! Kias SUV-Flaggschiff im Test

Die Zielgruppe für den neuen Kia Sorento ist schnell ausgemacht: Alle die enorm viel Platz brauchen, den Vorteil eines SUV sowie Allradantrieb schätzen und sich nicht mit Preisen der Oberklasse ums schwerverdiente Geld bringen lassen wollen.

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Foto: Weekend Magazin/Werner Christl
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Ja, der Koreaner hat eine gewisse Größe. Die 4,8 Meter länge machen sich auch in Bezug auf zu klein geratene Parklücken bemerkbar. Im Gegenzug haben selbst von Gigantismus geprägte Fahrer mit Lulatschsyndrom genug Platz. Darum ist es auch logisch, dass der Sorento auch als Siebensitzer an den Start geht. Die dritte Sitzreihe ist zwar nicht dazu da, um Langstrecken zu bewältigen, aber notfalls fährt es sich als Heckpassagier einigermaßen bequem. Das Einsteigen in Richtung Sitz Nummer sechs und sieben ist wie bei allen Siebensitzern etwas schwierig. Im Kofferraum verschwinden übrigens zwischen 660 und 1.732 Liter (Sechssitzer). Viel mehr geht da wirklich nicht! Große SUVs haben auch Gewicht. Beim Sorento sind es knapp unter zwei Tonnen, die mit einem 200 PS Diesel bewegt werden wollen. Und das schafft der Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,2 Litern Hubraum recht gut. Den Hunderter knackt der Sorento in 9,4 Sekunden und im Test wirkte er eigentlich richtig flott. Beim Verbrauch gibt Kia 6,2 Liter Gesamtverbrauch an. Wir lagen im Test bei relativ niedrigen Temperaturen zwischen acht und neun Litern.

Das Fahrwerk ist auf der komfortablen Seite angesiedelt, hat aber einen Schuss Straffheit mitbekommen. Es schluckt die Bodenwellen (auch dank Radstand von 2,8 Metern) brav runter – nur die größeren machen sich bemerkbar. Die Lenkung ist nicht unbedingt direkt, aber sehr leichtgängig. Das 8-Stufen-Automatikgetriebe schaltet absolut ruckfrei, was wiederum dem Fahrkomfort zuträglich ist. Große SUVs wie der Sorento sind keine Kurvensauger, jedoch halten sich Wankbewegungen in Grenzen. Unterm Strich ein komfortables SUV, das ausgewogen agiert und weder eine Komfortschaukel, noch ein harter Hund ist.

Im Innenraum sieht der Fahrer zwar keine Oberklasse, dafür ein solides Cockpit mit dem typischen Kia/Hyundai-Screen und glücklicherweise praktischen Knöpfen für Klima und Co.; das Ledergestühl bietet – eh klar – ebenfalls viel Komfort für Langstrecken. Insgesamt ein sehr übersichtlicher Arbeitsplatz. Alles wirkt wie immer sehr europäisch und damit auch gefällig für uns Österreicher. Je nach Ausstattungsvariante sind auch ein ganzer Haufen Assistenten mit an Bord. Grundsätzlich alles was heute wichtig ist oder vielleicht auch wichtig erscheint. Zu haben sind beispielsweise ein autonomer Bremsassistent (Ab Platin-Ausstattung serienmäßig), Spurhalteassistent oder dynamisches Kurvenlicht. Und: Allradantrieb ist natürlich auch an Bord!

Fazit

Wirkliche Schwächen leistet sich der Sorento nicht. Ein feines SUV, für Familienväter, Langstreckenpendler und SUV-Fans, die nicht vorhaben Haus und Hof für einen Autokauf zu verpfänden. Der 2.2 CRDI (das einzige erhältliche Aggregat) mit Allrad kostet in der Grundausstattung Euro 40.490,-. Die Höchstausstattung GT-Line zieht EUR 58.390,- vom Konto ab. Das sind ganz sicher faire Preise für ein Auto dieser Qualität in dieser Klasse. Die siebenjährige Garantie gibt es wie immer obendrauf. Unterm Strich ergibt sich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, das nur wenige Konkurrenten bieten können. Ein geräumiger Parkplatz sollte aber schon vorhanden sein.

 

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