Godzillas Dienstwagen: Nissan GT R36

So manch ein Autoingenieur in Maranello, Modena oder Zuffenhausen könnte diese Tage Schweißausbrüche bekommen haben, denn ausgerechnet aus Yokohama kommt eine Kampfansage. Nissan will 2020 mit dem GT-R36 nämlich den schnellsten Supersportwagen der Welt bauen – und was für einen!

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Dieser Nissan soll Ferrari und Co das Fürchten lehren. Foto: Hersteller
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Dieser Nissan soll Ferrari und Co das Fürchten lehren. Foto: Hersteller
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Dieser Nissan soll Ferrari und Co das Fürchten lehren. Foto: Hersteller
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Dieser Nissan soll Ferrari und Co das Fürchten lehren. Foto: Hersteller

Wie der aussehen soll, haben die Japaner bereits lanciert – und zwar schlichtweg atemberaubend. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, wenn dieses „Tier“ wie ihn die Japaner liebevoll nennen, einmal losgelassen wird, dann bleibt wohl der Mund offen und man kann schon mal aufs Atmen vergessen. Designchef Alfonso Albaisa ist dabei nicht wie man phonetisch meinen sollte Italiener, sondern US-Amerikaner und die lieben es bekanntlich opulent. Dennoch versprüht vor allem das Heck des neuen Godzillas unter den Supersportlern ein wenig Italo-Feeling. Die beiden runden Heckleuchten erinnern an klassische Alfa Romeo Sportwagen, die Front hingegen scheint der Formel 1 entliehen zu sein.

 

Schnellster Ziegelstein der Welt

Alles in allem ist Nissan da eine Flunder gelungen, die der Designchef einfach nur den „Schnellsten Ziegelstein der Welt“ nennt, und dabei rigoros untertreibt. Denn kein Ziegelstein hat eine derartig vielseitig zerklüftete Karosse. Und es wird wohl auch keinen Ziegelstein geben, der – so wird gemunkelt – 1.200 PS Systemleistung unter dem gebrannten Ton hat. Möglich soll das ein 3,0 Liter Biturbo samt Elektroantrieb machen. Ob in dieser Form, wie und wann, das lässt Albaisa noch offen, denn „nun seien die Ingenieure gefragt“. Und dass diese Ingenieure ihr Handwerk verstehen, haben sie bereits bewiesen. Schon 2016 wollten die Japaner Godzilla Flügel verleihen und zwar beim GT-R LM Nismo, der 2015 bei den 24-Stunden von Le Mans teilnahm. Bei diesem Renner trafen 503-Otto-PS aus einem 3,0 Biturbo auf 761-E-PS, macht zusammen 1.264 Pferdestärken. Grund genug für manche Autoingenieure nervös zu werden.

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