Go, Swifti go!

Rennsemmerl. Der knallgelbe Swift Sport nimmt Kurven, ohne dass man dabei rot sieht oder gar im Grünen landet. Ein Test mit einem bunten Hund, der Farbe in den grauen ­Autoalltag bringt. Ob der Swift Sport womöglich das Gelbe vom Ei ist?

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Die Federung ist straff. Das hilft, eckige Kurven geradezubiegen. Nur 970 Kilo leicht ist der Japaner! Foto: Werner Christl
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Der Kofferraum ist eher klein. Dafür haben Fahrer und Beifahrer genug Platz. Foto: Werner Christl
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Der Swift Sport kommt auch ohne Allrad gut über die Runden. Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl
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Foto: Werner Christl

Die 140 PS des ­kleinen Wüstlings würden bei jedem dahergelaufenen SUV oder Kombi für Langeweile sorgen. Beim Swift Sport gehen die Turbopferdchen ganz schön ab und die Mundwinkel nach oben. Kurvenreviere hat der knallgelbe Japaner sehr lieb. Dabei agiert der Sportler leicht ­beherrschbar. Die Anstandskontrolle, sprich ESP, setzt zum optimalen Zeitpunkt ein und lässt beherzten Fahrspaß zu. Beim Geradebiegen der Kurven gibt der Swift an jene Stelle, auf der man in der ­Regel drauf sitzt, gut Rückmeldung. Auch der Umstand, dass es sich um einen Fronttriebler handelt, tut dem Spaß keinen Abbruch. Natürlich fährt die Konkurrenz in dieser Klasse oft auch stär­kere PS-Geschütze auf, aber beim Suzuki stimmt das Spaß-Preis-PS-Leistungs-Ver- hältnis. Und: Da redet auch das Gewicht ein Wörtchen mit – nur 970 Kilo! Und ja, das optimierte Sport-Fahrwerk ist eher straff ausgelegt und lässt einige Schläge durch – und der Sound aus dem Auspuff könnte etwas geiler daherkommen. Das agile 1,4-Liter-Turbomotörchen stemmt die Hunderter-Marke in 8,1 Sekunden, wird natürlich mit Benzin gefüttert und schluckt laut Hersteller im Schnitt 5,6 Liter. In der Realität fuhren wir mit 6,5. Wobei die Nervenverbindung zwischen Hirn und Fuß nicht immer das Thema Vernunft weitergeleitet haben. Will heißen, dass Autos wie der sportliche Swift eher dazu verführen bei jedem Gang die Drehzahlen auszunützen, was sich aber in den Verbrauchswerten niederschlagen würde.

Die Optik

Ein Swift Sport ist ein bunter Hund, der halt schon auffällt im Straßen­verkehr. Ein knallgelbes Auto mit Rennstreifen und Carbondach, zwei dicken End- rohren, flotten Felgen ist kein Mauerblümchen. Vor allem Kinder haben während der Testfahrten oft auf uns mit dem Finger gezeigt – am Testfahrer hat das hoffentlich nicht gelegen. Auch im Inneren geht es scharf weiter. Rote Ziernähte und Applikationen finden sich überall. Zwar ist der Anteil harter Kunststoffe hoch, aber insgesamt ein sehr lustiges, cooles Cockpit. Der  Screen in der Mittelkonsole ist logisch aufgebaut, verlangt aber auf holprigen Straßen etwas Fingerspitzengefühl. Hinsichtlich Assistenten ist vor allem das DSBS-System zu erwähnen, das Auffahr­unfälle vermeidet, indem es Sicherheitsmaßnahmen einleitet – also beispielsweise automatisch bremst. Preis: ab EUR 21.990,–.

 

Suzuki Swift Sport 1,4 – Technische Daten:

Leistung: 140 PS
Testverbrauch: 6,5 Liter
Motor: 1.373 cm3 Boosterjet (Turbo)
Kofferraum: 265 Liter
0 – 100 km/h: 8,1 Sekunden

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