Gigantischer Golf! Oettinger möbelt den VW 500R auf

Schon dem seligen VW Käfer hat Oettinger zu mehr Leistung verholfen. Doch das ist nichts zu dem, was jetzt auf der Basis des Golf R entstanden ist: Der 500R mit Fünfzylinder zeigt, wo der Hammer hängt!

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Oettinger möbelt den VW Golf R zum brachialen 500R auf Foto: Oettinger
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Die kantigen Anbauteile bieten zahlreiche Luftöffnungen Foto: Oettinger
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Der 500R ist zehn Zentimeter breiter als ein Golf R, wofür unter anderem eine Aluminium-Vorderachse sorgt Foto: Oettinger
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Die verbreiterte Heckschürze weist einen Echt-Carbon-Diffusor auf Foto: Oettinger
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Um die Verzörung kümmern sich Hochleistungs-Bremsscheiben und -Bremssättel Foto: Oettinger
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Die Applikationen im Innenraum muss man mögen Foto: Oettinger
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Sechs handgeschaltete Gänge sind für 680 Newtonmeter Drehmoment zuständig Foto: Oettinger
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Alcantara-Sportsitze halten die vorderen Passagiere fest Foto: Oettinger
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Der Fünfzylinder-Benziner mit 2,5 Liter Hubraum bringt es im 500R auf 518 PS Foto: Oettinger
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Bei rund 150.000 Euro sollen die Preise beginnen Foto: Oettinger

Ein Leistungsgewicht von 2,83 Kilogramm pro PS, 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h und eine Spitze von mehr als 300 Stundenkilometer: Das klingt auf den ersten Blick nach den Werten eines Supersportwagens. Doch es handelt sich um einen VW Golf, der den Asphalt brennen lässt. Genauer gesagt: den Oettinger 500R.

Es war einmal ein R

Die Firma Oettinger hat unter VW-Fans einen ganz besonderen Klang, schließlich frisierte man schon vor Jahrzehnten den Käfer. Grundlage für den 500R, der im Rahmen des GTI-Treffens am österreichischen Wörthersee vorgestellt wurde, ist der Golf R. Davon ist allerdings nicht mehr viel zu erkennen, denn der Oettinger-Umbau wächst zehn Zentimeter in der Breite. Zu den optischen Änderungen zählen unter anderem eine verbreiterte Frontschürze, diverse zusätzliche Luftöffnungen und hintere Radhausverbreiterungen. Sie sind sowohl für den Drei- als auch den Fünftürer ausgelegt. Auf Knopfdruck leuchten die Carbonteile des 500R orangefarben.

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Der 500R ist zehn Zentimeter breiter als ein Golf R, wofür unter anderem eine Aluminium-Vorderachse sorgt Foto: Oettinger

Nicht gucken, sondern anfassen

Technisch hat Oettinger kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Schließlich sei der 500R nicht zum Angucken gedacht, sondern zur Performance und muss bretthart um die Kurve gehen, so der Hersteller. Deshalb gibt es eine Aluminium-Vorderachse und Hinterachs-Spurlenker, die ebenfalls aus dem leichten Material bestehen. Für die Verzögerung sorgt eine Hochleistungs-Bremsanlage. Je nach Einsatzzweck steht der 500R auf unterschiedlich großen Felgen: Für Showzwecke sind es 20-Zöller mit 275er-Bereifung, für den Einsatz auf Rennstrecken sieht Oettinger 18-Zoll-Felgen mit 285er-Pneus vor.

Fünf ist Trümpf

Unter der Haube arbeitet der von Audi bekannte 2,5-Liter-TFSI mit fünf Zylindern. Oettinger ändert dessen Turbolader sowie die Kennfeldanpassung am Motorsteuergerät. Hinzu kommen Schmiedekolben, eine modifizierte Ansaugluftführung und eine optimierte Abgasanlage. Das Resultat sind 518 PS, das maximale Drehmoment beträgt 680 Newtonmeter bei 3.600 Umdrehungen. Um die Kraftübertragung kümmern sich eine Sechsgang-Schaltung und ein Allradantrieb. Billig ist der Spaß, den werksseitigen VW Golf R400 in die Schranken zu weisen, allerdings nicht: Rund 150.000 Euro plant Oettinger für einen 500R, der als Sonderserie angeboten werden soll. Aber die Firma aus Friedrichsdorf nahe Frankfurt am Main plant noch weitere Eskalationsstufen: Varianten mit 600, 650 und 750 PS sollen in Kürze folgen.

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