Für immer jung: Jeep wird 75.

Es gibt Markennamen, die zu einem Synonym geworden sind. Zu Baggern sagt man gemeinhin Caterpillar, zu Klebstoff Uhu, zu Taschentücher Tempo, und zu Geländewagen Jeep, egal von welchem Hersteller sie sind. Diesen Ruf hat sich Jeep seit 75 Jahren im harten Gelände erarbeitet.

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75 Jahre legendär: Jeep Foto: Hersteller
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75 Jahre legendär: Jeep Foto: Hersteller
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75 Jahre legendär: Jeep Foto: Hersteller
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75 Jahre legendär: Jeep Foto: Hersteller
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75 Jahre legendär: Jeep Foto: Hersteller

Nicht einmal Jeep selbst weiß genau, warum der Jeep heute eigentlich Jeep heißt. Sogar Popeye wird als Herkunftsquelle des Namens bemüht. „Eugene the Jeep“ war ein hundeartiges Wesen im Comicstrip, das schlichtweg alle Hindernisse überwinden konnte. Wie auch immer: Wo ein Jeep, da ein Weg – so ein abgewandelter Werbespruch aus den 80er Jahren.

 

In 49 Tagen zum fertigen Prototyp.

Der Ursprung der Marke liegt in einer globalen Krise – dem 2. Weltkrieg. Gerade einmal 49 Tage räumte die US-Armee 135 ausgewählten Autobauern ein, einen Prototyp für ein leichtes geländegängiges „Aufklärungsfahrzeug“ zu präsentieren. Nur drei Bewerber qualifizierten sich, den Zuschlag bekam schließlich Willys-Overland. Das war vor 75 Jahren mit dem heute hinlänglich bekannten 60 PS-starken Ur-Jeep. Doch Willys wollte immer schon den zivilen Jeep promoten. Die Buchstabenkürzel C(ivilian) J(eep) standen daher von 1941 bis 1987 für diese Absicht. Nach und nach gesellten sich weitere Modelle zum Urvater. Modelle wie der 1963 vorgestellte Cherokee (alias Wagoneer) bzw. der Grand Cherokee, der 1993 sein Debüt feierte. Namen die sich bis heute in der Modellpalette finden.

 

Italo-Western lebt!

Weniger konstant waren da schon die Besitzverhältnisse: Die Marke wechselte einige male den Inhaber: Kaiser Motors, AMC, Chrysler, DaimlerChrysler und schließlich FIAT Chrysler. Unter dem aktuellen Besitzer blüht die Marke auf wie noch nie. FIAT hatte zwar genügend Kleinwagen- und auch Motorsporterfahrung (Ferrari, Maserati) in seinem Portfolio, doch Offroad-Kompetenz musste man sich bis dato zukaufen (man denke etwa an den Panda 4*4 der von Steyr-Daimler Puch entwickelt wurde). Heute nutzt der FIAT-Chrysler Konzern die Synergien zu Jeep perfekt. Bestseller Jeep Renegade teilt sich die Basis mit dem FIAT 500X, das neue Maserati SUV Levante basiert wiederum auf den Jeep Grand Cherokee. Doch der Italo-Western hat schon im Kino perfekt funktioniert, etwa wenn Sergio Leone auf Clint Eastwood traf. 

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