Ferrari Sergio: Scharfer Wagen geht in Serie!

Die Optik: Atemberaubend. Der Preis: Sagenhaft hoch. Die Stückzahl: Minimal. Die Reaktion: Offenes Staunen. Kein Wunder! Ferrari ehrt mit einem speziellen Modell den großen Segio Pininfarina. Jetzt wurde die erste Serienversion gezeigt.

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Starker Auftritt: Das ist das erste Serienmodell des Ferrari Sergio Foto: Ferrari

Auf dem Genfer Automobilsalon 2013 ehrte Pininfarina seinen langjährigen Chef Sergio Pininfarina (1926 - 2012) mit einer ganz besonderen Studie: dem Pininfarina Sergio. Jetzt ist der Wagen in Serie gegangen, wobei man keinesfalls an eine Fließbandproduktion denken sollte. Insgesamt gibt es nur sechs Exemplare des nun Ferrari Sergio genannten Autos, alle sind schon verkauft. Der erste dieser Spezial-Renner wurde nun ausgeliefert. Und zwar nicht irgendwohin, sondern an die SBH Royal Auto Gallery am Yas-Marina-Rennkurs in Abu Dhabi, wo sich (natürlich rein zufällig) auch der "Ferrari World"-Vergnügungspark befindet.

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Der Innenraum kann nach eigenen Ideen wohnlicher gestaltet werden Foto: Ferrari

Starke Grundlage

Hinter der luxuriösen Fahrzeugsammlung steht, der Name lässt es bereits vermuten, ein Mitglied der in Abu Dhabi herrschenden Familie. Scheich Sultan al-Zayed hat sich den ersten von sechs Ferrari Sergio gesichert, mit denen sich die italienische Marke an den Beginn der Zusammenarbeit mit Pininfarina vor 60 Jahren erinnert. Die Grundlage für den extremen Roadster bildet der 458 Spider in Speciale-Ausführung mit 605 PS aus einem 4,5-Liter-Saugbenziner. Das soll für den Sprint von null auf 100 km/h in gut drei Sekunden reichen. Gleichzeitig war es das mit den Gemeinsamkeiten, denn der Sergio bekommt eine sehr eigenständige Optik verpasst, die ein wenig an den Lancia Stratos erinnert. Auch einige Stilelemente des von Pininfarina entworfenen Ferrari Enzo werden Kenner entdecken.

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Am Heck ist die Verwandtschaft zum Ferrari 458 noch erkennbar Foto: Ferrari

Guter Riecher

Laut Ferrari soll der Sergio an die Modelle der 1960er- und 1970er-Jahre erinnern, die Pininfarina für die Marke entwarf. Besonders auffallend ist die flach über den Boden schnüffelnde Frontpartie des Wagens. Ein breiter schwarzer Streifen auf Höhe des Motors teilt den Wagen optisch in zwei Hälften. Einige Elemente sehen nicht nur schön aus, sondern haben auch eine Funktion: So soll der geschwungene Frontspoiler den Abtrieb verbessern und in den Überrollbügeln hinter den Sitzen befinden sich Lufteinlässe. Mit ihrer Hilfe wird das Getriebeöl gekühlt.

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Als Studie stand der Pininfarina Sergio auf dem Genfer Salon 2013 Foto: Ferrari

Wie ihr wollt

Jeder der sechs Ferrari Sergio wird nach individuellen Kundenwünschen gebaut. Dies erfolgt in einem speziellen Atelier in Maranello. Das Abu-Dhabi-Exemplar hat schwarze Leder-Alcantara-Sitze mit roten Ziernähten sowie ein Carbon-Cockpit. Außen funkeln geschmiedete Leichtmetallräder in Gold-Optik mit Diamant-Finish. Zum Preis äußert sich Ferrari aus Gründen der Diskretion nicht, im Gespräch sind aber rund 2,5 Millionen Euro pro Fahrzeug.

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