Zero1 von Faraday: Elektro-Schlitten mit 1.000 PS

Noch keine zwei Jahre alt will der Hersteller Faraday Future zeigen, was allein mit elektrischem Antrieb bereits alles möglich ist. Jüngstes Beispiel ist die Studie Zero 1, die mit satten 1.000 PS der Konkurrenz von Tesla einheizen soll.

Faraday Future - Cover
Faraday Future zeigt mit dem Zero1, was Elektroautos können Foto: APA (dpa/gms/Thomas Geiger)

Nach Tesla, Apple und Google mischt jetzt ein vierter Newcomer aus dem Silicon Valley im Autogeschäft mit: Faraday Future. Der erst vor 18 Monaten vor allem mit chinesischem Geld in Amerika gegründete Hersteller will in den nächsten Jahren eine Reihe von Elektroautos auf den Markt bringen. Sie sollen vor allem mit ihrer weitreichenden Vernetzung, mit zahlreichen autonomen Fahrfunktionen sowie einem neuartigen Vertriebs- und Mobilitätskonzept von sich reden machen.

Elektrisch betriebener Sportwagen

Statt eines Ausblicks auf die neuen Fahrzeuge hat Faraday allerdings bei der CES in Las Vegas erst einmal die Studie eines elektrisch angetriebenen Supersportwagens gezeigt. Mit diesem Zero1 will das Unternehmen nach eigenen Angaben die Designsprache der neuen Marke einführen und die Wandlungsfähigkeit der Plattform zeigen, die allen kommenden Modellen gemein ist. Sie fußt auf einer skalierbaren Batterie im Wagenboden, die variable Formate und Antriebskonzepte zulässt, erläutert Entwicklungschef Nick Sampson. Sie biete die Möglichkeit für den Einsatz von einem bis vier E-Motoren, für Front-, Heck oder Allradantrieb und Aufbauten von der Limousine über den Geländewagen bis hin zum Pick-Up.

Ein Sitz, vier E-Motoren

Für dem Einstand auf der Messe habe das Unternehmen diese Möglichkeiten maximal ausreizen wollen und deshalb einen gerade einmal kniehohen Sportwagen auf die Räder gestellt. Der Einsitzer fährt laut Sampson mit vier E-Maschinen von zusammen über 735 kW/1000 PS und kommt so auf atemberaubende Fahrleistungen: Von 0 auf 100 km/h beschleunige er in weniger als drei Sekunden, und die Spitzengeschwindigkeit liege bei über 320 km/h, so Faraday weiter.

Marktstart

Details zu den kommenden Serienfahrzeugen nannte Faraday dagegen noch nicht, und auch den Zeitrahmen für die Markteinführung beschreiben die Amerikaner vage mit "in wenigen Jahren". Doch immerhin planen sie für die nahe Zukunft konkrete Schritte: Bereits in einigen Wochen wollen sie den Grundstein für die eine Milliarde Dollar teure Fabrik in der Wüste von Nevada legen, in der die neuen Autos produziert werden sollen.