Quant e-Sportlimousine: Unter Strom bis 350 km/h!

Die Liechtensteiner Firma Nanoflowcell könnte schon bald ihren Boliden auf die Straße bringen. Betrieben von einer Flusszellenbatterie beschleunigt er in 2,8 Sekunden von null auf 100 km/h!

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Die Übergabe des Kennzeichens mit der Nummer ROD-Q-2014 erfolgte an den Entwicklungschef und Technischen Leiter Nunzio La Vecchia (links) Foto: Nanoflowcell

Im März 2014 wurde auf dem Genfer Autosalon nebst anderer Elektromobile ein Fahrzeug geparkt, bei dem selbst der Entwickler und geistige Vater Nunzio La Vecchia nicht so recht wusste, ob es jetzt eine Studie, ein Showcar oder potenzieller Serienwagen sein sollte. Mittlerweile ist die Liechtensteiner Firma Nanoflowcell einen Schritt weiter. Durch die jetzt erteilte deutsche Straßenzulassung schreiben die Prüfer von SGS-TÜV Saar dem Gefährt zumindest eine theoretische Serienreife zu.

Erste Straßenzulassung

Die Quant e-Sportlimousine ist damit laut Herstellerangaben das erste Automobil, das mit einer Flusszellenbatterie rein elektrisch am Straßenverkehr teilnehmen kann. "Ein historischer Moment und ein Meilenstein für unser Unternehmen und vielleicht sogar für die Elektromobilität der Zukunft", erklärt La Vecchia.

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Im März 2014 wurde der Quant auf dem Genfer Autosalon vorgestellt Foto: Nanoflowcell

Exorbitante Fahrleistungen

Die Liechtensteiner backen keine kleinen Brötchen und versehen den Quant mit exorbitanten Leistungswerten. Zumindest geplant sind laut Vecchia eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h und eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 2,8 Sekunden. Gekrönt werden soll das Ganze mit einer rechnerischen Reichweite von mehr als 600 Kilometer.

Zukunftsvisionen

Nebenbei plant Nanoflowcell mit dem Quant nicht nur die Elektromobilität zu revolutionieren, sondern denkt an weitere Anwendungsmöglichkeiten der Batterietechnik. Professor Jens-Peter Ellermann, Vorstand des Verwaltungsrates der Firma, träumt von Einsatzmöglichkeiten in der häuslichen Energieversorgung, der Schifffahrt, der Eisenbahn oder der Luftfahrt. Dabei ist das Prinzip der Nasszelle kein neues. Bereits seit den 1970er-Jahren wurden die Energiespeicher als Puffer für Windkrafträder eingesetzt. In den letzten zehn Jahren erfuhren die Akkumulatoren, im Zuge der Entwicklung neuer Mobilitätsstrategien auf Elektrobasis dann ein Comeback.

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Platz für vier Personen: Mit den Fließakkus sollen die Insassen 600 Kilometer am Stück reisen können Foto: Nanoflowcell

Verkehrsgegner

Wie die Zukunft aussieht, wird sich zeigen. Zumindest theoretisch könnten sich seit der offiziellen Abnahme durch den TÜV die Quant e-Sportlimousine und andere Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen begegnen. Damit das kein theoretisches Gedankenkonstrukt bleibt, arbeitet das Nanoflowcell-Team bereits an weiteren Details zur zukünftig angedachten Serienfertigung des Elektro-Revoluzzers.

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