Magna Mila Plus: Sportwagen-Zweisitzer mit Hybrid

Noch gibt es nicht allzu viele Hybrid-Sportwagen, aber ihre Anzahl wächst. Magna zeigt, wie ein kleiner, leichter Zweisitzer mit Plug-in-Hybrid aussehen könnte. Sehen lassen kann es sich, ob es sich auch gut fahren lässt?

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Rassiger kleiner Zweisitzer: Auf dem Genfer Autosalon 2015 feiert Magna die Weltpremiere des Mila Plus Foto: Magna

Noch gibt es nicht allzu viele Hybrid-Sportwagen, aber ihre Anzahl wächst. Am Markt sind schon Hyper-Cars wie der Ferrari LaFerrari mit einer Gesamtleistung von 963 PS, der McLaren P1 (916 PS), der Porsche 918 Spyder (887 PS) und der BMW i8 (362 PS). Alle eint eine geringe Stückzahl und ein hoher Preis. Vom McLaren P1 gibt es beispielsweise nur 375 Stück, die trotz 1,1 Millionen Euro pro Exemplar schon ausverkauft sind.

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Der kompakte Sportler ist 4,40 Meter lang und weist einen Radstand von 2,57 Meter auf Foto: Magna

Concept Car auf dem Genfer Salon

Etwas erschwinglicher könnte ein kleiner Hybrid-Bolide sein, der auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wird. "Könnte" deshalb, weil der 4,40 Meter lange Mila Plus ein Concept Car ist, das vermutlich so nicht in Serie geht. Gebaut hat es der österreichische Autozulieferer und Fahrzeugentwickler Magna, der schon auf den Genfer Messen in den vergangenen Jahren interessante Lösungen vorgestellt hat.

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Der Wagen soll vorn einen Kofferraum mit 145 Liter besitzen und hinten ein 360-Liter-Gepäckabteil bieten, in das sogar ein Golfbag passen soll Foto: Magna

Alu-Profile und Kunststoff

Der Mila Plus ist ein Zweisitzer, der konsequent auf ein geringes Gewicht getrimmt wurde. Seine Karosserie besteht aus einem Aluminium-Spaceframe, das mit stranggepressten Profilen hergestellt wurde. Das bringt nicht nur ein erfreuliches Ergebnis auf der Waage, sondern ermöglicht auch einen modularen Aufbau mit Komponenten aus der Großserie sowie unterschiedliche Antriebsvarianten. Die Anbauteile sind aus ebenfalls leichtem Kunststoff gefertigt, das lässt den Designern einen größeren Spielraum. Die einzelnen Bauteile werden durch ein spezielles Verfahren mit mechanischem Fügen und Kleben miteinander verbunden. Bei Magna wird diese Technik bereits länger angewendet - sie ist billiger als Schweißen.

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Anbauteile aus Kunstoff erlauben den Designern Freiräume bei der Gestaltung der Außenhaut Foto: Magna

Alternatives Antriebskonzept

Als Antrieb dient dem Mila Plus ein Plug-in-Hybrid-System, zu dem der Hersteller zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige Details verraten hat. Nur so viel: Den Part des Verbrenners übernimmt ein Dreizylinder-Benziner. Er wird mit zwei Elektromotoren verknüpft, von denen einer zwischen Verbrenner und Getriebe sitzt und auf die Hinterachse wirkt. Der zweite Motor hat seinen Platz in der Vorderachse. Durch diese Anordnung wird ein elektrisches Allradssystem gebildet. Die Kombination der Antriebe schafft immerhin 272 PS herbei und powert mit einem maximalen Drehmoment von 580 Newtonmeter. Mit der Kraft der drei Herzen soll der Sprint auf Tempo 100 in 4,9 Sekunden zu schaffen sein, rein elektrisch sind es 3,6 Sekunden auf Tempo 80. Fährt das Auto nur mit Strom, sollen 75 Kilometer Reichweite drin sein.