Werners Auto-Blog: Der Streit ums E-Auto

Als ein Herr Benz vor mehr als 130 Jahren das erste Auto auf die Welt brachte, haben sich die Kritiker an den Kopf gegriffen. Sinnlos, denn die Reichweite von einigen Kilometern war ein Witz. Und woher sollte das Benzin kommen? Dieses gab es in kleinen Mengen nur in der Apotheke. Wer sollte zukünftig soviel Treibstoff herstellen?

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Elektroauto - gekommen, um zu bleiben Foto: Zapp2Photo/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Vor allem aber war man sich einig, dass die Tankstelleninfrastruktur fehlt, und eine Benzinkutsche viel teurer sei als ein Pferd, sowie viel zu laut! "Also eine absolute Totgeburt, die sich nie durchsetzen wird", meinte auch ein gewisser Kaiser Wilhelm.

Über hundert Jahre und eine Milliarde Autos auf den Straßen später sieht es nun so aus: E-Mobilität? Mit der Reichweite sinnlos, und woher soll der Strom kommen, wenn alle E-Autos fahren? E-Tankstellen gibt es kaum! Und überhaupt sind E-Autos viel teurer als Benziner und Diesel. Außerdem sind E-Autos heute zu leise und damit gefährlich. Eine Totgeburt, hört schon wieder von Skeptiker.

Ja, so etwas nennt man Déjà-vu! Der Unterschied: Das heutige Pferd ist sozusagen der Verbrennungsmotor, und die E-Mobilität die Zukunft.

Werner Christl
Motor-Ressortleiter Werner Christl Foto: Weekend Magazin

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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