Stoff und Gas geben: Alternativen zum Elektroauto

Neben dem Elektroauto fristen zwei weitere, saubere Technologien eher ein Schattendasein: Wasserstoff und Erdgas.

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Wasserstoff und Erdgas - umweltfreundliche Alternativen mit großer Reichweite Foto: nrqemi/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Im Kampf um die Krone der alternativen Antriebe hat derzeit das Elektroauto die Nase vorn. Allerdings hagelt es auch von vielen Seiten Kritik an den lautlosen Brummern. Vor allem die Akkuproduktion stößt vielen sauer auf. Deswegen lohnt der Blick auf andere saubere Alternativen, die die Umwelt schonen und ohne Batterien auskommen.

Stoff geben mit Wasser

Eine zweite umweltfreundliche Technologie ist der Wasserstoffantrieb. Auch hier wurden bereits in den 1970er-Jahren erste Tests gemacht. Serienreife erlangten die Autos jedoch erst vor kurzem. Das FCV-Auto ist rein technisch gesehen ein Elektroauto, das von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt wird. Als Brennstoff dient Wasserstoff, der getankt wird. Aus dem Auspuff kommt reines Wasser. Die Reichweite eines Wasserstoffautos ist mit jener eines Benziners zu vergleichen und dauert nur wenige Minuten. Trotzdem ist man lokal komplett emissionsfrei unterwegs. Wer jetzt allerdings mit dem Gedanken spielt, ein FCV-Auto zu kaufen, braucht viel Geld und Geduld. Die wenigen verfügbaren Autos (Toyota Mirai, Hyundai Nexo oder Honda Clarity) kosten viel Geld und sind für Privatpersonen praktisch nicht zu erwerben. Außerdem ist das Tankstellennetz mit einer Handvoll Stationen in Österreich mehr als ausbaufähig.

Vollgas!

Die Technik war bereits in den 1930er-Jahren im Einsatz und wurde seitdem immer weiterentwickelt. Mittlerweile erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit, und weltweit gibt es rund 26 Millionen Fahrzeuge, die mit Erdgasantrieb (CNG) unterwegs sind. Österreich ist in dieser Hinsicht etwas hinterher, nur rund 11.500 Fahrzeuge hierzulande tanken Gas. Im europäischen Musterland Italien sind es mehr als eine Million Fahrzeuge. Weltweit am meisten "Gas" gegeben wird in China. Über sechs Millionen CNG-Vehikel düsen durchs Reich der Mitte.

Sparsam

Wer sich fürs Gas entscheidet, kann im Vergleich zu einem Benziner bis zu 50 Prozent an Treibstoffkosten sparen. Gegenüber dem Diesel beträgt die Ersparnis immerhin noch rund 30 Prozent. Aus dem Auspuff eines CNG-Autos kommen run 25 Prozent weniger CO2, 50 Prozent weniger Feinstaub und nahezu keine Stickoxide. Derzeit gibt es österreichweit rund 170 Tankstellen, die CNG anbieten. Erdgasautos gibt es als Modelle mit reinem Erdgasantrieb und als Benzin-CNG-Hybride.